Rhein-Pfalz Kreis Mehr Plätze für die Kleinen
LUDWIGSHAFEN. Zwei weitere Kindergartengruppen in Böhl-Iggelheim, mehr Kinder pro Gruppe in Maxdorf oder mehr Ganztagesplätze in Waldsee: In Kindertagesstätten im Rhein-Pfalz-Kreis kann es eng werden. Der Bedarf wächst. Die Träger versuchen, dem mit verschiedenen Modellen zu begegnen.
Festgehalten ist dies in der Kindestagesstättenbedarfsplanung. Über diese hat der Jugendhilfeausschuss des Rhein-Pfalz-Kreises am Montagabend unter Leitung von Manfred Scharfenberger (CDU, Verbandsbürgermeister Römerberg-Dudenhofen) beraten – dieses Mal im Jugendtreff Schifferstadt. Erst im März hatte der Ausschuss die Bedarfsplanung schon einmal debattiert. Die „Veränderungen der Angebotsstruktur“ sind das Ergebnis der regelmäßigen Gespräche zwischen den jeweiligen Trägern in den Gemeinden und der Kreisverwaltung. Aufstockung vorhandener Gruppen, Provisorien oder gleich die Schaffung neuer Gruppen – all dies ist eingeflossen, erläuterte Matthias Kurt vom Kreisjugendamt. So könnten in Böhl-Iggelheim im kommenden Jahr bedarfsabhängig zwei zusätzliche Gruppen eingerichtet werden. Seit gestern gibt es außerdem in einer bestehenden Gruppe der kommunalen Kita „Kunterbunte Mäuseburg“ zwei zusätzliche Plätze für Zweijährige. Auch für Bobenheim-Roxheim und Waldsee stehen zum 1. August 2016 zwei zusätzliche Gruppen im Plan, wobei die genaue Gruppenform noch nicht festgelegt worden ist. Bei der Gemeinde-Kita in Bobenheim-Roxheim und bei den „Tausendfüßlern“ in Waldsee sind bereits jeweils eine Krippengruppe als Provisorien eingerichtet worden, was vorerst bis Juli 2016 gilt. In Mutterstadt in der neuen Kita „Am Alten Damm“ und in Waldsee bei den „Tausendfüßlern“ sind außerdem je eine altersgemischte Kleinkindgruppe umgewandelt worden in offene Gruppen mit Plätzen für Zweijährige. Und in Waldsee und Römerberg (katholische Kita „St. Marien“) wurde die Zahl der Ganztagesplätze um sechs und drei erhöht. Die katholischen Kindertagesstätten in Maxdorf, „St. Franziskus“ und „St. Maximilian“, haben je eine Gruppe von 22 auf 25 Kinder aufgestockt. „Hier sind die räumlichen Voraussetzungen ausgereizt“, sagte Kurt. Der Bedarf werde wohl nicht gedeckt. Die Anzahl der Personalstellen müsste durch die neuen Angebote um 12,5 Stellen steigen. Das kostet natürlich. „Der Kreis beteiligt sich an den Personalkosten im Rahmen der üblichen Kostenbeteiligung“, heißt es in der Vorlage. Das bedeutet, dass 40 Prozent der Kosten vom Rhein-Pfalz-Kreis getragen werden: 210.000 Euro. Über die Planung gab es kaum Diskussionen im Jugendhilfeausschuss. Die Mitglieder billigten die Vorlage einstimmig.