Schifferstadt Mehr als Blumen: Was bei Maria Stahl-Kolb im Garten entdeckt werden kann
„Viele Besucher sind im vergangenen Jahr wieder gekommen und es gab viele Anfragen. Das hat uns ermutigt, jetzt zum dritten Mal ein Wochenende mit Kunst im Garten zu veranstalten“, sagt Maria Stahl-Kolb, in deren Garten die Ausstellung wieder stattfinden soll. Nicht nur können sich die Künstlerinnen zeigen und die Besucher interessante Dinge entdecken, am Ende gibt es auch immer eine Spende für einen guten Zweck. Im vergangenen Jahr konnten die Veranstalterinnen 850 Euro an das Hospiz Elias in Ludwigshafen überbringen. In diesem Jahr soll der erhoffte Erlös an die Palliativstation des St. Marienkrankenhauses gehen.
Am kommenden Wochenende sind auch neue Künstlerinnen am Start: Katrin Schneider ist Täschnerin, das ist die alte Bezeichnung für eine Facharbeiterin für Lederwaren, so die offizielle Bezeichnung heute. Gelernt und gearbeitet in dem Beruf hat sie in Apolda in Thüringen. Sie lebt in Grünstadt, wo sie nach einer Familienpause wieder Lust bekam, mit Leder zu arbeiten. Es gelang ihr, eine alte, aber professionelle Ledernähmaschine zu kaufen und restaurieren zu lassen. Nach ersten kleineren Arbeiten begann sie, nach eigenen Entwürfen und Kundenwünschen individuelle Ledertaschen zu fertigen. Nach Schifferstadt bringt sie eine Auswahl ihrer Kollektion.
Verblüffende Miniaturen
Sabine Holz aus Wiernsheim, Baden-Württemberg, stellt aus wertvollen natürlichen Ölen Duschseifen her. Wildrosen- oder Mandelöl und viele weitere kostbare Essenzen versprechen ein besonderes Erlebnis und „Wellness für die Haut“, sagt sie über ihre Produkte. Noa Böse aus Schauernheim baut fantasievolle Dioramen. Das sind kleine Zimmer, die sie in aufwendiger Feinarbeit mit vielen Details ausstattet. Ein Beispiel ist das Zimmer eines Zauberers, das mit Regalen voller winziger Fläschchen und geheimnisvoller Utensilien vollgestopft ist, sodass man immer wieder verblüffende Miniaturen darin entdecken kann. Claudia Graszek war auch schon zu Gast, sie bringt wieder ihre „Plansch-Pralinés“ mit: Ungewöhnliche Badezusätze, Shampoos und Deos, die sie mit natürlichen Essenzen herstellt. Besonderer Schwerpunkt dieses Mal werden Produkte mit beziehungsweise aus Wein sein.
Plastiken, Schmuck und Filz
Die Idee zu „Kunst im Garten“ hatten Maria Stahl-Kolb aus Schifferstadt, Marion Lang aus Limburgerhof und Jutta Böse aus Schauernheim. Maria Stahl-Kolb macht Plastiken und Gefäße aus Ton. Ihre zweite Leidenschaft ist das Malen, auf Leinwand oder auf Holz. Die Schifferstadterin bildete sich an der Kunstakademie Trier weiter. Dort lernte sie Malen und Töpfern. Sie hat bei einer Ausstellung die Limburgerhoferin Marion Lang kennengelernt. Lang macht Schmuck und hat dabei einen besonderen Stil: Sie kombiniert Silber mit Rebenholz aus Pfälzer Weinbergen. Das Holz zeigt interessante Farben und Maserungen und bildet einen Kontrast zum glatten und glänzenden Silber. Das Schmuckmachen hat sie im März 2022 zum Beruf gemacht. Über eine Bekannte kam Jutta Böse dazu.
Böse macht Objekte aus Filz. Sie hat ein kleines Atelier in Schauernheim, wo sie nicht nur selbst arbeitet, sondern auch Kurse in verschiedenen kreativen Techniken gibt. Den Filz stellt sie selber her. Die Fasern aus der Wolle formt sie zu Objekten. Manche davon haben einen rein ästhetischen Sinn als Kunst, wie etwa Wandbehänge oder Deko-Objekte. Aber sie fertigt auch gebrauchsfähige Sachen, wie etwa Taschen aus Filz.
Termin
„Kunst im Garten“, Samstag und Sonntag, 8. und 9. Juni, von 11 bis 18 Uhr im Garten des Anwesens Johannes-Brahms-Straße 10 in Schifferstadt.