Einmal abkühlen bitte
Mechtersheimer Badesee: Inmitten riesiger Auwaldwände
Mit dem Rad führt der Weg zum Mechtersheimer Badesee direkt bis zur Haustür. Sozusagen. Zumindest stehen im oberen Bereich des Strandes im Schatten eines Baumes vier Abstellgestänge bereit. Eine weitere Möglichkeit ist einige Meter entfernt angebracht.
Wer mit dem Auto kommt, muss ebenfalls nicht ins Schwitzen kommen, denn Parkplätze gibt es kostenlos gut 250 Meter vom See entfernt. Schon der kleine Fußmarsch dorthin ist Entspannung pur. Links und rechts säumen dickstämmige Bäume den Weg. Natur pur. So geht es weiter im El Dorado der Wasserratten, Chiller und Kaltgetränk-Schlürfer.
Eins ist sicher: So oft der Gast auch an den Badesee kommt, der Anblick haut immer wieder um. Ruhig und einladend liegt das Gewässer inmitten riesiger Auwaldwände, deren Geäst die Wasseroberfläche kitzelt und die dem Ganzen den besonderen Charme geben. Am gegenüberliegenden Ufer ist der Lingenfelder Bereich des Großen Weihers zu sehen. Exakt in dessen Mitte verläuft die Grenze der beiden Kommunen.
Sattgrüne Natur bildet den wunderbaren Kontrast zum glitzernd blauen See. Der hat die Hitze vergangener Wochen in sich aufgenommen – zum Glück, denn so sind vom Höchstwert (27,8 Grad) am 26. Juni auch nach den Dauerregen-Tagen am 9. August noch 22,8 Grad übrig.
Statt ans Mittelmeer geht’s an den Badesee
Emmi (17) und Nina (16) sind heilfroh, dass die Schlechtwetterfront zumindest größtenteils vorbei zu sein scheint. „Wir haben uns so auf die Ferien gefreut, weil wir da auch unter der Woche schwimmen gehen können – und dann kam der Regen“, ist Gymnasiastin Emmi durchaus enttäuscht ob der Zeit, die ihr und ihrer Freundin „geraubt“ wurde. Jetzt wird nachgeholt. Kein Urlaub? „Den machen wir hier am See. Das ist wie am Mittelmeer“, sagt Nina und grinst.
Mittelmeer, Karibik – Vergleiche gehen immer in die gleiche Richtung. Die Betreiber der SunSeeBar, der Strandbar und Lounge am Großen Weiher, tun einiges für das richtige Urlaubsflair. Das kühle Helle zischt, die Cocktails wecken Südseeträume und mit dem Gummibärcheneis ist auch der Kleinste zufrieden.
Apropos: Auslauf haben Kinder nicht nur am Strand, sondern auch auf dem Rasen genug. Drei Schaukeltiere gibt es, eine Tischtennisplatte und ein Volleyballfeld. Auf dem See legt ein überdimensionierter Flamingo mächtig Tempo vor. Ein Mädchen steht schon ziemlich sicher auf einem Brett beim Stand-up-Paddling.
Am Strand mühen sich zwei Frauen mit dem Aufpumpen eines Gummiboots. Aus den Lautsprecherboxen dringt Reggae-Rhythmus über das Wasser.
Beliebtes Ziel an heißen Wochenenden
An Wochenenden und Feiertagen ist der Badesee knallvoll. Jetzt, am ersten richtigen Sonnen-Donnerstag nach der Regensaison, ist der Besuch gut, aber überschaubar. Auffallend: die Sauberkeit auf dem gesamten Areal. In regelmäßigen Abständen stehen Abfalleimer bereit. Kontrolle durch die Gemeinde findet ebenfalls statt. Die Gäste am Badesee haben keinen Grund zur Klage.
Ins Auge fällt die SOS-Säule in unmittelbarer Nähe des Wassers. Lobenswert, diese Einrichtung. Ebenso wie das Wassererlebnis an sich. Klar und sauber ruht der See; ein angenehmes Hautgefühl, das einen beim Planschen umgibt.
Fazit: Der Mechtersheimer Badesee ist ein Wohlfühlort für alle Generationen, auf dem Handtuch unterm mitgebrachten Sonnenschirm oder an der Strandbar.
Die Serie
In unserer Sommerserie „Einmal abkühlen bitte“ zeigen wir, wo im Rhein-Pfalz-Kreis man an heißen Tagen Abkühlung findet, und beschreiben, was Erholungssuchende an den Seen an Infrastruktur vorfinden.
