Rhein-Pfalz Kreis Mayer macht’s noch mal

Es ist geschafft: Im zweiten Anlauf hat der TuS Gerolsheim am Freitagabend doch einen neuen Vorstand bekommen. Aber nur, weil sich der frühere langjährige Vorsitzende Karl-Heinz Mayer notgedrungen zur Verfügung stellte und vorher drei Mitstreiter gefunden hatte. Von denen aber bekam einer nicht die Mehrheit der Stimmen.
Erich Weyer, Bürgermeister und Wahlleiter der von 62 Mitgliedern besuchten Versammlung, sagte zu Beginn, es stehe mehr auf dem Spiel als dass das Gericht einen teuren Notvorstand bestellt. „Nach Auskunft der Verbandsgemeinde muss der Verein aufgelöst werden, wenn sich aus unseren Reihen kein Vorstand findet.“ Das allerdings war mit der Ehre des Ehrenvorsitzenden Mayer nicht vereinbar. Um den TuS „nicht kaputt gehen zu lassen“, wie er sagte, sei er bereit, ihn bis zu den Neuwahlen im Frühjahr zu führen. Bereit zur Verantwortung waren auch Karlheinz Haibt für das Amt des Stellvertreters, Judith Stygar (Schriftführerin) und Manfred Müller (Kassenwart). Weitere Vorschläge gab es nicht, und der im Mai zurückgetretene Vorstand um Jürgen Dämgen war nicht zum Bleiben zu bewegen. „Obwohl sich doch zuletzt die Wogen geglättet haben, viele beim Fischerfest geholfen haben und ihr jetzt die Lorbeeren für eure gute Arbeit genießen könntet“, bedauerte Erich Weyer. In geheimer Wahl erhielt Mayer 54 von 61 abgegebenen Stimmen, Haibt 49. Sechs beziehungsweise elf Mitglieder stimmten mit Nein. Die volle Stimmenanzahl bekam die von Streitigkeiten unbelastete junge Judith Stygar. Als das Auszählen für Manfred Müller etwas länger dauerte, ahnten viele in der proppenvollen Kegelbahn, dass es für ihn knapp werden würde. In der Tat: 30 Ja-Stimmen standen 31 Nein-Stimmen gegenüber. Offenbar nehmen es ihm mehr TuSler als gedacht übel, dass er in der Jahresversammlung im April ohne Vorwarnung als Kassierer zurückgetreten war und seine Vorstandskollegen so verärgert hatte, dass sich der 390 Mitglieder starke Verein plötzlich führungslos und in der Existenzkrise sah. Nach einer Sitzungsunterbrechung bat Erich Weyer um Zustimmung zu dem Vorschlag, dass der Vorstand vorerst dreiköpfig bleibt und sich selbst ein Vereinsmitglied sucht, das bei der Kassenführung hilft. Unter der Bedingung, dass dieser nur Zuarbeiter und nicht verantwortlich ist, gab die Versammlung dazu ihren Segen. Der durch Mayers Amtswechsel vakant gewordene Posten des zweiten Kassenprüfers wurde mit Silke Fösel besetzt. |ww