Otterstadt Mammutbäume: Protest gegen Fällung geht weiter

War an den Mammutbäumen befestigt, hing dort aber nicht lange: ein Zettel von Menschen, die sich gegen eine Fällung aussprechen.
War an den Mammutbäumen befestigt, hing dort aber nicht lange: ein Zettel von Menschen, die sich gegen eine Fällung aussprechen.

Es ist ein Hin und Her: Nachdem der Ortsgemeinderat Otterstadt mit knapper Mehrheit entschieden hat, dass die rund 20 Meter großen Mammutbäume auf dem Friedhof gefällt werden, wenn ein Konzept für einen Memoriamgarten an deren Stelle auf Zustimmung stößt, leisten Gegner der Fällung weiter Widerstand. Am vergangenen Samstag tauchten Schilder an beiden Bäumen auf, auf denen zu lesen war: „Wenn ihr mich fällt, werde ich mitten aus dem Leben gerissen – wie so mancher hier auf dem Friedhof“ und „Eure Enkel werden froh sein, wenn sie hier – in meinem Schatten – stehen können“. Unterschrieben waren die Schilder mit: „Schade, dass wir enden sollen. Eure Otterstadter Mammutbäume.“ Es dauerte nicht lange, da waren die beiden Schilder weg. Ein Befürworter der Fällung hatte sie entfernt.

Doch die Baumliebhaber ließen sich nicht unterkriegen. Es tauchten neue Zettel auf, die diesmal an den Zweigen der Bäume hingen. „Fällt uns nicht, wir sind Wächter und Tröster, die Verstorbenen leben in uns weiter“ war unter anderem darauf zu lesen. Und wieder dauerte es nur einen Tag, da waren auch diese Schilder weg. Am Freitag wurde der Zettel-Entferner dann mit einem neuen Schild direkt angesprochen: „Der Zettel bleibt hängen und die Bäume bleiben stehen“.

Da die Bäume nicht einfach umgesägt, sondern die Pläne für den Friedhof noch einmal in den politischen Gremien besprochen werden sollen und das noch dauern kann, bleibt es spannend und vor allem unterhaltsam, wie man es aus Otterstadt gewohnt ist ...

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