Dudenhofen
Müllentsorgung: Kritik an Auftrag für Fremdfirma
Manfred Hook (FWG) kritisierte: „Immer mehr Aufgaben des Bauhofs werden an Fremdfirmen vergeben, ohne dass eine Planstelle eingespart wird.“ Ortsbeigeordneter Reinhard Burck (Grüne) hatte dafür eine einfache Erklärung: „Es muss immer mehr Grün gepflegt werden.“ Jürgen Ofer (CDU) argumentierte gegen den Antrag, auch weil er ein Gesamtkonzept vermisste: „Es kann nicht sein, dass dafür irgendeine Firma von irgendwoher anfährt, wenn der Bauhof 500 Meter nebenan ist.“ Jürgen Creutzmann (FDP) äußerte die Bitte, eine umfassende Bestandsaufnahme von den Aufgaben und der Zeitbelastung des Bauhofs zu erstellen.
Die trug am Donnerstagabend emotional schon mal Bauhof-Leiter Sven Wehrle am Beispiel der Friedhofsbehälter vor. Die Entsorgung der kompostierbaren und nichtkompostierbaren Abfälle sei ein großer zeitlicher und personeller Aufwand. Seit über 20 Jahren leere ein jetzt anerkannter Asylbewerber die Mülleimer und Schnittbehälter – für einen Euro die Stunde – steige in die Behälter, wühle sich zur Trennung der Stoffe durch den Unrat. Sechs Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr. Der Mann sei mittlerweile 65 Jahre alt und falle immer öfter wegen Krankheit aus. Übernähme der Bauhof die Arbeit, würde das laut Wehrle 36.400 Euro kosten. Ohne die Maschinen- und Entsorgungskosten. In der Zeit fehlten die Mitarbeiter an anderen Stellen. Wehrle: „Wir kommen lediglich dazu, immer nur auf Zuruf zu arbeiten.“