Rhein-Pfalz Kreis Möbel mit Pfälzer Charakter

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„Dubblikat“ und „Kult-Pfalz“ – die kreativen Schreiner und Bastler hinter den beiden Firmen haben unabhängig voneinander das Dubbeglas zum Kult-Objekt auch fürs Mobiliar entdeckt (wir berichteten gestern kurz auf der Seite Südwest). Was dahintersteckt, berichten wir hier: „Dubblikate“ nennen Martin Lutz und Gernot Schwinn ihre Kreationen aus astfreiem, kammergetrocknetem Massivholz. Der Sitz der gemeinsamen Firma befindet sich in Wachenheim. „Die Idee, Tische in Form eines Dubbeglases anzufertigen, kam uns schon 2011“, erzählt Schwinn. Für den 34-Jährigen ist das Handwerk Ausgleich zum Büroalltag bei der Kreisverwaltung. Sein Kollege und Freund Lutz bringt als gelernter Schreiner 20 Jahre Berufserfahrung mit. Derzeit hält der 38-Jährige als Hausmeister eine Schule in Schuss. Die Nebenberuflichkeit erklärt die Geschäftszeiten von 17 bis 21 Uhr. „Der Tisch war unser Flagschiff“, sagt Schwinn. 116 Zentimeter hoch sei dieser, damit auch große Menschen bequem und ohne Rückenschmerzen daran stehen könnten, erklärt der 1,96-Meter-Hüne. Die hölzernen Modelle seien allerdings nur für Innenräume gedacht. Aufgrund vieler Anfragen „haben wir unser Sortiment um einen Tisch aus Polyäthylen erweitert“, erzählen Lutz und Schwinn. Diese Variante ist mit einer LED-Einheit samt Akku und Ladekabel ausgestattet. Nachdem der Prototyp fertig gewesen sei, seien die Ideen nur so gesprudelt. Mittlerweile gebe es in Dubbeglas-Form Hocker, Eierbecher, Kerzen, Schirmständer, Teelichthalter, Stehpult und sogar einen Sektkühler. „Derzeit werkeln wir an einer Überraschung für den Zehner-Stand beim Wurstmarkt“, kündigen sie an. Überrascht sind die beiden, dass viele Privatleute zu ihren Kunden zählen. „Wir hatten eigentlich eher Winzer mit ihren Vinotheken erwartet“, sagen sie. Mitbewerber Edgar Baumann vom gleichnamigen Küchenstudio in Weisenheim am Sand vertreibt seine Dubbemöbel unter der Marke „Kult Pfalz“. Das Design ähnelt natürlich den „Dubblikaten“, dient beiden Firmen doch als Vorbild das Pfälzer Dubbeglas. Baumanns Tische und Hocker sind jedoch niedriger und leichter. Die Dubbe seien bei seinem Ansatz allerdings nicht wie bei der Konkurrenz ins Eichenholz gefräst, sondern komplett ausgefräst und durch Plexiglas ersetzt. Auf diese Weise könnten die Tische und Hocker von innen heraus beleuchtet werden. Dafür hat der Unternehmer, erzählt er, eigens eine LED-Säule entwickelt, die per Akku betrieben und per Fernsteuerung bedient werden kann. Bei ihm sind die Abdeckplatten der Tische und der Hocker auch nicht fest verleimt, sondern herausnehmbar. So könnten sie jederzeit durch eine Halbkugel aus Acrylglas ersetzt werden, die als Sektkühler fungieren könne. Die Idee, Dubbemöbel zu entwerfen, kam Baumann nach seinen Angaben vor eineinhalb Jahren beim Wurstmarkt. „Sie passen perfekt zur Region und ergänzen die Küchen- und Inneneinrichtung meines Studios sinnvoll“, sagt er. Die Zielgruppe sei breit gefächert, da seine Dubbemöbel multifunktional seien. Wert lege er darauf, dass „wir nur deutsche Produkte und Zulieferer verwenden.“ Die Schutzplanen und die Sitzpolster etwa werden von Ludwigshafener Handwerksbetrieben hergestellt. Seine Produkte entwickle er stetig weiter. „Mein Motto ist: Sei merkwürdig, finde Nischen, optimiere“, erklärt Baumann. Als nächsten Dubbemöbel-Schritt plant er farbige Lackierungen. „Eventuell machen wir auch eine Wurstmarkt-Edition“, überlegt er. Im Internet www.dubblikat.de, www.kult-pfalz.de

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