Rhein-Pfalz Kreis „Luther-Brot“ fürs Feierjahr

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Mutterstadt. Gemeinsam mit Bäckermeister Joachim Schall hat die Protestantische Kirchengemeinde Mutterstadt gestern spezielles „Luther-Brot“ und „Luther-Brötchen“ vorgestellt. Anlass dafür ist das Reformationsjubiläumsjahr, das am 31. Oktober eingeläutet wird.

Die Idee zu dem Projekt entstand in der Kirchengemeinde – und zwar unter Federführung von Pfarrer Heiko Schipper und Presbyter Günter Krick. „Wir sagen unseren Mitarbeitern jedes Jahr am Reformationstag mit einem Empfang Danke schön und suchten dafür zum Start in das Reformationsjubiläumsjahr etwas Passendes“, erläutert Schipper den Hintergrund. Bei der Recherche stieß die Kirchengemeinde auf die mitteldeutsche Tradition der Luther-Brötchen. Sie ging auf Bäcker Joachim Schall zu, mit dem es seit Langem eine gute Zusammenarbeit gibt. „Obwohl von Haus aus katholisch war er Feuer und Flamme“, freut sich Krick. Daraus entwickelte sich die Idee für das „Luther-Brot“ und für sogenannte Luther-Brötchen in Form einer Lutherrose. „Das 750 Gramm schwere, runde Brot besteht zu 80 Prozent aus Weizenruchmehl und zu 20 Prozent aus Roggenmehl“, erklärt Bäckermeister Schall. „Wie zur Zeit Luthers haben wir als Kräuter Anis, Fenchel und Koriander zugesetzt.“ Die Kräuter sollen aber nur einen leichten Geschmack liefern, damit das Brot vielseitig einsetzbar bleibt. Es werde gemäß alter Handwerkstradition in einem dreistufigen Vorgang mit Natursauerteig hergestellt und bei 300 Grad angebacken. „Durch den Prozess erhält das Brot Aroma, wird bekömmlicher und haltbarer“, erläutert Schalls Tochter Anne-Cathrin. Der Kreuzeinschnitt auf der Oberseite verweist auf die christliche Tradition, und Joachim Schall erklärt, dass es früher vielfach üblich war, vor dem Anschneiden eines Laibs mit dem Messer ein Kreuzzeichen anzudeuten. Die „Luther-Brötchen“ hingegen sind ein Plundergebäck mit Vanillepudding und einem Klecks Himbeergelee in der Mitte – das soll an die Lutherrose erinnern. Unter der Bezeichnung werden die Teilchen ab dem 31. Oktober auch offiziell verkauft – und zwar in den Schall-Filialen in Frankenthal, Limburgerhof, Mutterstadt, Neustadt, Rheingönheim, Speyer und Waldsee sowie an den Ständen auf den Wochenmärkten in Ludwigshafen und Mannheim. Das „Luther-Brot“ wird 3,10 Euro kosten und die Teilchen 1,60 Euro. Von jedem Brot sollen 20 Cent zugunsten der Aktion „Brot für die Welt“ gespendet werden. Dazu erhalten die Käufer ein Informationsblatt. Bei entsprechender Nachfrage sollen die Backwaren das ganze Reformationsjahr über im Sortiment bleiben. |acl

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