Rhein-Pfalz Kreis Lesen, löffeln, Hand anlegen

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Was geschafft haben am Samstag rund 200 Helfer in Bobenheim-Roxheim, die beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar mitgemacht haben. Sie packten bei neun Projekten mit an und putzten die Gemarkung, lasen im Altersheim vor, bauten Volieren, schleppten Sand und strichen Wände. Nur die Projekte der Polizei mussten wegen mangelnden Zulaufs gestrichen werden. Die Altrheingemeinde war dabei übrigens die einzige im Frankenthaler Umland, die sich bei dem Aktionstag beteiligte.

Die größte Gruppe mit schätzungsweise 60 bis 70 Menschen machte sich daran, die Gemarkung zu reinigen. Wie andernorts griffen hier viele Rädchen ineinander: „Toll, dass alles so Hand in Hand gegangen ist“, freute sich Manuela Lemster, Beauftragte der Metropolregion für Bobenheim-Roxheim. Sie war rasende Verbindungsstelle zwischen den Aktionspunkten in der Gemeinde und zeigte sich am Samstagabend beeindruckt vom Engagement, das die Bobenheim-Roxheimer an den Tag gelegt hatten. Bei dem Gemarkungsputz etwa sammelten die Helfer den Müll, packten ihn in Müllsäcke, Landwirte waren mit Rollen unterwegs, die den Müll aufluden und an eine Sammelstelle brachten. Die Feuerwehr sorgte dafür, dass keiner der freiwilligen Helfer hungrig und durstig blieb. Es war eine Aktion, an der komplette Familien teilnehmen konnten. Ziel war nicht nur, die Gemarkung vom Müll zu befreien, sondern zudem ein Bewusstsein zu wecken für die Umwelt. Die zeitintensivste Arbeit nahmen sich minderjährige unbegleitete Flüchtlinge unter Anleitung eines Arbeitserziehers vor. Sie strichen zwischen 9.30 und 17.30 Uhr die Schulküche der Realschule plus. Lustig fand Manuela Lemster, wie die Jugendlichen zu Werke gingen. Kreativ zeigten sie sich bei der Arbeitskleidung – ihr Schuhwerk packten sie in Müllsäcke, um sie vor Farbe und Schmutz zu schützen. Schließlich geht nicht immer alles glatt, wo gearbeitet wird. Prompt fiel ein Farbeimer von der Leiter. Mit den Händen hätten die Flüchtlinge versucht, die Farbe wieder in den Eimer zu „löffeln“, so Lemster. Gestiftet wurde die Farbe für diese Aktion von Christel und Manfred Gräf. Als eine sehr schöne Aktion empfand Lemster, dass Freiwillige die Senioren des Caritas-Altersheims besuchten, ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenkten. In den Gemeinschaftsräumen aller fünf Wohngruppen lasen sie den älteren Bürgern Geschichten vor, was sehr gut angenommen worden sei, selbst bei dementen Bewohnern des Heims. Besonders freute sich Lemster, dass sich am Ende ausreichend Freiwillige einfanden, nachdem der Zulauf zu diesem Projekt anfangs schleppend angelaufen sei. Vom Altenheim aus drehte der Bürgerbus seine Runde durch die Gemeinde, um den Senioren die schönsten Stellen zu zeigen. 14 Fleißige trieben die naturnahe Gestaltung des Außengeländes der Kindertagesstätte Laurentius voran. Die Helfer bauten an einem Wasserlauf, verteilten Holzschnitzel und schufen Kletterplateaus für die Kinder. Im Vogelpark packten neun Leute mit an, um die Volieren zu reinigen und zu streichen. Auch hier kamen laut Lemster einige Flüchtlinge spontan zu den Arbeiten dazu und legten mit Hand an. Beim Sportclub am Binnendamm säuberten acht Helfer vor dem Vereinsheim den Teich, schleppten Sandsteine für eine Randeinfassung und bauten einen Zaun. 16 Freiwillige legten sich in der Wildvogelauffangstation im Nonnenhof ins Zeug, um eine Voliere zu bauen und die Wildhecken zu schneiden. Zwei Projekte, die von der Polizei angeboten werden sollten, wurden allerdings wegen mangelnden Zulaufs kurzfristig aus dem Plan gestrichen: So sollten Senioren im Einbruchsschutz als Sicherheitsberater sensibilisiert werden und am Bahnhof war ein Projekt geplant, das sich rund um den Diebstahlschutz von Zweirädern drehen sollte. Kontakt Ab etwa Dienstag soll auf der Homepage der Gemeinde eine Bildergalerie über die Aktionen zu sehen sein: www.bobenheim-roxheim.de. |nt

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