Rhein-Pfalz Kreis Land und Leute:
Wir ziehen durch die Straßen und die Clubs dieser Stadt. Das ist unsere Nacht, wie für uns beide gemacht. Oho Oho. Vielleicht haben drei Kreisbewohner einen Helene-Fischer-Song gut gelaunt auf den Lippen gehabt, als sie – oh, oh – am Mittwoch von der Polizei angehalten beziehungsweise von der Straße aufgesammelt worden sind. Verdächtig nach Alkohol haben sie gestunken. Und schwindelfrei war zumindest der Fahrradfahrer in Mutterstadt nicht mehr. Aber großes Kino war sein Stunt am Standstreifen dann möglicherweise doch. „Fall in meine Arme und der Fallschirm geht auf, oho, oho“, mag der gute Mann noch geträllert haben, ehe er neben dem Auto, das er küsste, zu Boden glitt. Oh, oh. Aus mit der großen Freiheit pur. Die werden vermutlich auch die beiden anderen von den Beamten in Schifferstadt gemeldeten Trunkenbolde nicht mehr gespürt haben, als sie plötzlich mit der Polizei und einem Röhrchen konfrontiert waren. „Bitte pusten.“ Möglicherweise ist ihnen aber just in diesem Moment – tief Luft holend – dann doch noch mal die Helene durch den Kopf geschossen: Atemlos durch die Nacht ... (btw) „Dafür bist du noch zu klein.“ Ein Satz, den man als Kind hasst. Auf der Rangliste der ätzenden Ansagen von Mama und Papa rangiert der gleich hinter: „Du hast für heute genug Gummibärchen gegessen“ oder „Kleine Jungs gehören schon längst ins Bett“. Doch manche Erfahrung entzieht sich dem Einfluss der Eltern – wiederum eine bittere Erfahrung für die Erziehungsberechtigten. Vor allem, wenn der Junior, fünf Jahre alt, mit breitem Grinsen berichtet: „Heute wurde ich im Kindergarten geküsst.“ Und dann noch ankündigt: „Wir werden heiraten.“ Hoffentlich erfährt die junge Dame mit dem lieblichen französischen Namen nicht, dass derlei Versprechen vom Filius recht inflationär gegeben werden: Vor Kurzem wollte er die Oma, davor die kleine Schwester und davor die Lieblingserzieherin ehelichen. Und erst vor ein paar Tagen kam keine außer Mama dafür in Frage. Daran erinnert, sagte der kleine Mann auf Freiersfüßen nun: „Mama, dafür bist du zu alt.“ (doo) Im Rathaus Dannstadt-Schauernheim pfeift es. Aus dem Mikrofon von Bürgermeister Bernd Fey, bei der Ratssitzung am Dienstagabend. Niemand versteht etwas, wohl eine Rückkopplung. Fey macht das Mikro aus. Dann erhöht der Rat die Hundesteuer. Und die Friedhofsgebühren. Beides ziemlich drastisch. Warum? Das Minus soll nicht zu groß werden. Denn der Haushalt pfeift auch. Wahrscheinlich aus dem letzten Loch. (svw)