Rhein-Pfalz Kreis Land und Leute

gehört jetzt auch zum Rhein-Pfalz-Kreis. Tatsache. Das ist doch gar nichts Neues? Richtig, aber man kann es nicht oft genug erwähnen. Zumindest hat Elke Rottmüller, Vorstandsmitglied der Sparkasse Vorderpfalz, bei der Ausschüttung von Fördermitteln der Sportstiftung der ehemaligen Kreissparkasse Rhein-Pfalz diese Tatsache mehrfach betont. Und sich darüber gefreut, dass deswegen jetzt auch Schifferstadter Sportler in den Genuss einer Finanzspritze aus der Stiftung kommen können. Weil, ja weil eben Schifferstadt jetzt ja zum Rhein-Pfalz-Kreis gehört. Es gab einige ratlose Gesichter im Publikum. Des Rätsels Lösung: Gemeint war das Ganze „banken-technisch“. Die Kreissparkasse blieb früher in Schifferstadt außen vor, denn da gab es ja die Sparkasse Schifferstadt. Und für Schifferstadter keine Stiftungsgelder aus dem Kreissparkassen-Topf. Die Schifferstadter Kasse fusionierte mit der Sparkasse Ludwigshafen zur Sparkasse Vorderpfalz, die wiederum mit der ehemaligen Kreissparkasse und der Sparkasse Speyer. Jetzt sind alle unter dem schönen großen gemeinsamen Dach der neuen Sparkasse Vorderpfalz. Deswegen gehört Schifferstadt jetzt zum Kreis. Oder so ähnlich. (umi) Anders als ihre Kollegen in Bundestag und Europaparlament werden einfache Ratsmitglieder in Dorfparlamenten für ihren oft jahrelangen Einsatz nicht fürstlich entlohnt. Heißt ja nicht umsonst Ehrenamt. Doch für die vielen Abende, die sie sich fernab von Familie und Freunden zum Wohle ihrer Mitmenschen einsetzen, bekommen sie nach ihrem Ausscheiden aus dem jeweiligen Gremium für gewöhnlich zumindest Worte der Anerkennung und ein kleines Präsent als Dankeschön. Das war dieser Tage bei den konstituierenden Sitzungen in der Verbandsgemeinde Maxdorf auch wieder zu beobachten, wo Bürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) und Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU) darüber hinaus die ein oder andere Ehrenurkunde sowie Ehrenteller verteilten. Nur in Birkenheide gingen die ehemaligen Ratsmitglieder leer aus. Der abgewählte Ortsbürgermeister Rainer Reiß (CDU) hatte sich – wer mag es ihm verdenken – nicht mehr darum gekümmert. Er war bei besagtem Tagesordnungspunkt ja auch nicht mehr im Amt. Sein Nachfolger Siegmund Hein (SPD) hatte auch nichts vorbereitet, da er ja vor der Sitzung noch nicht offiziell im Amt war – und nach der gewonnenen Stichwahl völlig überraschend in der ersten Ratssitzung tatsächlich auch zum Bürgermeister ernannt wurde. Also musste er die ehemaligen Ratsherren und -frauen notgedrungen auf die nächste Sitzung vertrösten, wo sie dann das kleine Dankeschön erhalten sollen. Peinlich. (mamü) Der Hochdorf-Assenheimer Beigeordnete Walter Schmitt (FWG) ist nicht nur ein sympathischer Zeitgenosse, sondern auch ein Demokrat durch und durch. Das hat er bei der Ernennung der wiedergewählten Ortsbürgermeisterin Gabriele Böhle (CDU) bewiesen. So überreichte er ihr zunächst souverän die entsprechende Urkunde und verlas als alter und neuer Erster Beigeordneter den Ernennungstext. Doch durfte in einer Demokratie ein derart wichtiger Vorgang tatsächlich ohne Votum vonstattengehen? Da beschlichen ihn doch leichte Zweifel. „Muss ich das jetzt noch abstimmen lassen?“, vergewisserte er sich daher lieber bei Büroleiter Günter Fußer. Der konnte ihn aber beruhigen und versicherte Schmitt, dass alles in Ordnung war. Das mit dem Abstimmen hätten die Wähler schon in ausreichendem Maße erledigt. (mamü)