Rhein-Pfalz Kreis Land und Leute :

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Es ist schon interessant, wie integrativ die Limburgerhofer denken. Gerade hat uns die für Flüchtlinge zuständige Beigeordnete der Gemeinde, Rosemarie Patzelt, berichtet, dass sich Leute, die in der Nähe der neuen Flüchtlingsunterkunft wohnen, Giebeldächer auf die Container wünschen. Damit sie besser zur Umgebung passen. Und mal ehrlich – wieso ist eigentlich die Firma noch nicht auf die Idee gekommen, die diese Kästen baut. Wären die Architekten dort kreativ, gäbe es auch Modelle mit Jägerzaun außen herum und einer kleinen Zwergenparade für den Garten. Und vielleicht so schönen Rüschengardinen fürs Fenster. Blickdicht selbstverständlich. Nicht, dass ein dunkelfarbiges Gesicht, schwarze Locken oder exotischer Fensterputz die Traumcontainer-Komposition „Life in Germany“ stören. (btw) Der Kreisel vor dem Gemüsebetrieb Renner in Mutterstadt ist auch so ein Ding, das die Menschen im Kreis beschäftigt. „Was wird denn da immer gebuddelt?“, wollten unlängst Bürger wissen. Die Gemeindeverwaltung verrät, dass Renner es übernommen hat, den Kreisverkehrsplatz – wie es amtsdeutsch so schön heißt – zu gestalten. Der Chef des Betriebs selbst hüllt sich in Schweigen. Vielleicht, weil seiner Meinung nach doch jedem völlig klar sein muss, was dort in die Erde kommt: Gemüse. Als echter Bauer wird jeder Zentimeter Mutter(stadt)boden genutzt. Jetzt müssen wir nur noch raten, was angebaut wird. Wir tippen, dass der Landwirt seinen Marktvorteil weiter ausbauen möchte, was die Top 3 im Rennerschen Portfolio anbelangt: Bundzwiebel, Zuckermais oder Radieschen. Unklar ist bislang, ob der Beregnungsverband Vorderpfalz den Kreisel an sein Bewässerungssystem anschließt. Wir wollten schon nachfragen. Aber der Verbandsvorsteher heißt? Richtig, Renner. (btw) Helikopter wirbeln Staub auf, das ist normal. Dass aber selbst der kleine Gyrocopter, der vergangenes Wochenende über Limburgerhof kreiste, für so viel Aufregung sorgt, ist doch bemerkenswert. Zuerst rief eine Anwohnerin bei der Polizei an, weil sie sich durch den Lärm belästigt fühlte. Als die RHEINPFALZ über die Beschwerde berichtete, griff der nächste wütende Anrufer zum Telefon: Die Pilotin habe sich an alle Regeln gehalten, erklärte uns ein Leser. Eine Nachfrage bei der Flugaufsicht bestätigte das. Außerdem stellte sich heraus, dass ein Mann mit guten Kontakten zur Gemeinde Limburgerhof in dem Gyrocopter gesessen war und – privat – ein paar Bilder fürs Amtsblatt geschossen hatte. Um die Identität des Fotografen zu schützen, der ja wie alle anderen nichts falsch gemacht hatte, wurde er am nächsten Tag in der RHEINPFALZ als „Bekannter des Bürgermeisters Peter Kern“ umschrieben. Das sorgte dann wieder für Ärger: Kern erklärte schriftlich, dass er zwar wisse, wer der Mann sei, es aber kein „Bekannter“ von ihm sei. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Wer also war der Unbekannte, der im Gyrocopter nichts falsch machte? Ein kleiner Tipp: Nicht nur Kinder haben Angst vor einem Besuch bei ihm. (seed)

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