Schifferstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Lagebericht: Migranten und Flüchtlinge in der Stadt

Falls noch mehr Menschen aus der Ukraine flüchten und in Schifferstadt landen, braucht die Stadt noch Wohnraum.
Falls noch mehr Menschen aus der Ukraine flüchten und in Schifferstadt landen, braucht die Stadt noch Wohnraum.

330 Asylbewerber leben in den Unterkünften der Stadt Schifferstadt. 23 davon gehen einer geregelten Arbeit nach. Außerdem sind 160 Flüchtlinge aus der Ukraine hier.

Laut Bericht der Stadtverwaltung kommen die 330 Asylbewerber aus 20 Staaten. Über 50 Prozent sind aus den Ländern Syrien, Afghanistan, Somalia und Eritrea. Nur 23 der Asylbewerber arbeiten regelmäßig, 234 erhalten staatliche Leistungen. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die Asylbewerber in 14 Häusern und 73 Wohnungen untergebracht, die Unterkünfte würden regelmäßig von Mitarbeitern der Stadtverwaltung „besucht“. Sowohl Asylbewerber als auch anerkannte Migranten würden von Mitarbeitern der Stadt und ehrenamtlichen Paten betreut.

Die Bereitschaft, den Ukraine-Flüchtlingen zu helfen, sei sehr groß, lobte der Beigeordnete Patrick Poss (CDU). Er berichtete, dass einige Schifferstadter sogar Wohnungen und Häuser angemietet hätten, um sie Ukrainern zur Verfügung zu stellen. Ohne diese engagierten Bürger und das Team 31 könnte die Stadtverwaltung die Betreuung der Ukrainer nicht bewältigen, betonte Poss. Der überwiegende Teil der Ukrainer sei derzeit privat untergebracht. Die Stadtverwaltung suche jedoch weiterhin Wohnraum, da man nicht wisse, wie die Situation sich entwickle.

Von den 160 Ukrainern sind nach Angaben der Stadtverwaltung 109 weiblich und 51 männlich, 67 sind minderjährig. Von diesen Minderjährigen hätten zwei Anspruch auf einen Krippenplatz und elf auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Derzeit besuche aber nur ein Kind eine Kita. Poss betonte, dass die ukrainischen Kinder nicht gegenüber anderen Kindern, die Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, bevorzugt werden. 26 Kinder hätten Anspruch auf den Besuch der Grundschule, derzeit seien in den beiden Schifferstadter Grundschulen 17 Kinder aus der Ukraine. 28 Jungen und Mädchen hätten überdies Anspruch auf den Besuch einer weiterführenden Schule. In den weiterführenden Schulen in Schifferstadt würden derzeit 16 Kinder unterrichtet. Einige Jungen und Mädchen würden am Online-Unterricht ihrer Schulen in der Ukraine teilnehmen.

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