Dannstadt-Schauernheim
Kurpfalzschule: Sanierung startet in Sommerferien
In die Frischzellenkur für die Schule investiert die Verbandsgemeinde dieses, nächstes und übernächstes Jahr voraussichtlich insgesamt rund 3,7 Millionen Euro. Das teilt Bürgermeister Stefan Veth (CDU) im Gespräch mit der RHEINPFALZ mit. Nachdem der Verbandsgemeinderat bereits den Einbau einer neuen Heizung – eines Gas-Brennwertkessels kombiniert mit Luft-Wasser-Wärmepumpen – für knapp 300.000 Euro beschlossen hatte, hat das Gremium nun bei seiner jüngsten Zusammenkunft Fachfirmen für die Metallbau- und Verglasungsarbeiten, den Vollwärmeschutz sowie den Gerüstbau beauftragt. Die Kosten von fast 1,2 Millionen Euro übertrafen die Kostenberechnung allerdings um 300.000 Euro. Das sei der allgemeinen Preissteigerung und Marktlage geschuldet, erklärt Rathauschef Veth.
Der zugesagte Zuschuss von 20 Prozent beruhe hingegen auf der vorherigen Berechnung, die von Kosten in Höhe von 900.000 Euro ausgehen. „Dabei bleibt es auch. Das sind 180.000 Euro. Wir verzichten darauf, den Zuschuss für die gestiegenen Kosten zu beantragen, weil wir sonst wieder ganz von vorne anfangen müssten und die Preise in dieser Zeit wahrscheinlich weiter steigen würden“, erläutert der Bürgermeister. Haushaltstechnisch sei das noch verkraftbar, da die Kommune in weiser Voraussicht im diesjährigen Etat 1,5 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt habe.
Zu viel zu tun: Nach Ferien nicht fertig
Nun sollen die Bauarbeiten möglichst in den Sommerferien beginnen. Fertig werden sie vor Schulstart allerdings nicht. Dazu sei einfach zu viel zu tun. „Ganz ohne Beeinträchtigung des Unterrichts geht es leider nicht“, wirbt Veth bei Schülern und Lehrern um Verständnis. Das neue Heizsystem und die energetische Sanierung seien aufeinander abgestimmt, hebt er hervor, damit die Kurpfalzschule möglichst effizient mit Wärme versorgt wird. Später sollen die Fotovoltaikanlagen auf dem Dach die Energiebilanz weiter verbessern. Dafür soll die Gemeinde mit den Betreibern über die Übernahme der Anlagen verhandeln.
Bei den jetzt beauftragten Arbeiten wird es nicht bleiben. „2023 und 2024 müssen wir den Brandschutz den aktuellen verschärften Vorschriften anpassen“, kündigt Verwaltungschef Veth den nächsten großen und vor allem sehr teuren Brocken in der Frischzellenkur an.
Geduld ist auch bei einem weiteren wichtigen Vorhaben gefragt: dem längst beschlossenen Einbau der Lüftungsanlagen. Der sollte eigentlich noch dieses Jahr erfolgen. „Doch daraus wird nichts. Das hat uns die vom Rat beauftragte Firma jetzt mitgeteilt. Grund sind anscheinend Lieferschwierigkeiten wegen der allgemein sehr großen Nachfrage “, sagt er.