Waldsee
Kulturhalle: Neue Pläne für neue Toiletten
Die Toilettensituation im Schulgebäude und der angrenzenden Kulturhalle ist ein bisschen komplex, weil alles miteinander verwoben ist. Die Schüler bekommen neue Pausentoiletten unterhalb der Schulturnhalle. Dafür wird der Bau zwischen den beiden Schulhöfen, in dem sich noch die Pausentoiletten befinden, abgerissen. Das ist unstrittig. Ebenso dass Schüler und Lehrer auch Stundentoiletten im Schulgebäude bekommen sollen. Die ursprüngliche Idee war, dass die Stundentoiletten dort entstehen sollen, wo sich im Moment die Kulturhallentoiletten befinden, also im Keller. Dafür sollten neue Toiletten für die Kulturhallennutzer gebaut werden. Entweder auf dem Grünstreifen vor dem Mehrzweckraum oder im Schulhof.
Im Februar hatten sich die Mitglieder des Ortsgemeinderates nicht auf eine der beiden Lösungen einigen können. Als Folge dieser Patt-Situation hat die Verwaltung nun zwei neue mögliche Varianten vorgeschlagen, die Ortsbürgermeisterin Claudia Klein (CDU) am Donnerstagabend dem Bauausschuss in einer Videokonferenz vorstellte.
In beiden Fällen bleiben die Toiletten der Kulturhalle im Keller, dort, wo sie jetzt schon sind. Sie werden saniert und etwas vergrößert, indem ein benachbarter Kellerraum dazu genommen wird. Ein rollstuhlgerechtes WC wird im Verbindungsbau zwischen Kulturhalle und Mehrzweckraum neu gebaut.
Mehrheit stimmt für zweite Variante
Bei Variante eins werden die Stundentoiletten für die Schüler und Lehrer ebenfalls im Keller, dessen Feuchtesanierung gerade abgeschlossen wurde, im Raum der Krippenwerkstatt eingerichtet. Für die Krippenbauer wird versucht, neue Räume zu finden. Die Kosten für diese Variante werden auf 144.500 Euro geschätzt. Die Vorteile wären, dass kein Eingriff in das bestehende Gebäude erfolgen müsse und die Herstellungskosten vergleichsweise günstig seien. Allerdings sind die Toiletten relativ weit entfernt von den Klassensälen. Für diese Variante stimmten die drei Ausschussmitglieder der SPD. „In der ursprünglichen Variante hätten die Kinder auch in den Keller gemusst“, erklärte Fraktionssprecher Harald Wiesenberger. Für Jutta Hahn ist diese Alternative die bessere, weil deutlich billiger.
In Variante zwei werden die Toiletten für Schüler und Lehrer in einem Anbau im Erdgeschoss auf der Rückseite des Schulgebäudes in der Schulstraße untergebracht. Sie wären dann für Schüler ebenerdig vom Flur des Schulgebäudes aus und für Lehrkräfte vom Vorraum des Sekretariats erreichbar. Bei dieser Variante würden dann der Hintereingang und der Kellerabgang, der sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand befindet, gleich mitrenoviert. Die Kosten dafür werden auf 253.000 Euro geschätzt. In der Summe ist allerdings auch die Sanierung des Hintereingangs und Kellerabgangs enthalten. Für diese Variante stimmten die acht Ausschussmitglieder von CDU, FWG, gkL und die Ortsbürgermeisterin. „Wir bekommen mehr Raum. Diese Variante bringt mehr Nutzen“, argumentierten Armin Raquet (gkL) und Jochen Scheffel (FWG). Philip Wittmer (CDU) sah einen Vorteil gerade für die jüngsten Schüler, die nicht in den Keller gehen müssen. Somit wird Variante zwei weiter geplant und es kann vorangehen.