Rhein-Pfalz Kreis
Kreisfeuerwehrtag: Große Wertschätzung für Einsatzkräfte
Den Kreisfeuerwehrtag in Dudenhofen sieht Kreisfeuerwehrinspekteur Patrick Janz als „Tag der Begegnung und als Gelegenheit sich auszutauschen“. Man wolle die Wehren zusammenführen, Zeit miteinander verbringen sowie über Aufgaben und Ausrüstung der Einheiten informieren.
Landrat Clemens Körner (CDU) war „mal schneller als die Feuerwehr“. Sonntagmorgen zog er die Eröffnung des 44. Kreisfeuerwehrtags nach dem ökumenischen Gottesdienst kurzerhand um eine Viertelstunde vor. Die große Menge der Besucher wertete er als Zeichen der Wertschätzung für die Männer und Frauen der Feuerwehren. Der Kreis sei stets bestrebt, sie technisch und personell gut auszustatten, und damit den Bürgern ein Stück weit das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, sagte Körner in seiner kurzen Begrüßungsrede. Nächstes Jahr sehe man sich in Iggelheim wieder.
In Dudenhofen war auf jeden Fall einiges los: Gefahrenstoffzug und Katastrophenschutz hatten sich neben der Feuerwache aufgestellt, außerdem waren die schnelle Einsatzgruppe, Sanitäts-, Betreuungs-, Verpflegungsdienst, Wasserrettung, DLRG, Löschwasserfördereinheit und Technisches Hilfswerk dabei. Von der Kreisleitstelle koordiniert, kommen sie bei Großschadensereignissen, ortsübergreifenden Bränden und Rettungsaktionen zum Einsatz. In den 25 Gemeinden des Rhein-Pfalz-Kreises leisten 24 Einheiten ihren Freiwilligendienst. Organisiert sind sie in zehn Feuerwehren. Stolz ist Kreisfeuerwehrinspekteur Patrick Janz auf 22 Jugendwehren. Wünsche hat er aktuell nicht: „Zurzeit hat die Modernisierung des Katastrophen-Logistikzentrums in Schifferstadt Vorrang.“
Manfred Scharfenberger (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, erklärte den 44. zu einem ganz besonderen Kreisfeuerwehrtag. Schon weil er Hauptbrandmeister Holger Schweigert für seine 33 Jahre ehrenamtlichen Dienst in der Wehr mit dem Silbernen Feuerwehrabzeichen am Bande auszeichnen konnte. Schweigert ist stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen.
Wettkampf mit fast 100 Kindern
16 Jugendwehren mit rund 100 Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren hatten sich auf den Kreiswettkampf vorbereitet. Sechs Jugendliche einer Wehr bildeten eine Staffel. Diese war noch einmal in Zweier-Trupps unterteilt. Die Teilnehmer legten Schutzkleidung – Handschuhe und Helm – an und griffen den Fangleinenbeutel. Die ersten zwei liefen los und versuchten den Behälter mit Seil durch eine Öffnung zu werfen. Die anderen Trupps liefen hinterher. Am Einsatzort angekommen, übernahmen sie verschiedene Aufgaben.
Der Angriffstrupp demonstrierte die Brandbekämpfung mit Strahlrohr und Kübelspritze. Letztere eine Reminiszenz an die Anfänge der Feuerwehr und die frühere Ausrüstung. Der Wassertrupp transportierte den flüssigen Inhalt über Hindernisse mehr oder minder vollständig vom Ausgangs- zum Zielpunkt. Staffelführer kümmerten sich um Schlauchverlegung und Anschlüsse. Nicht genug der Plackerei. Alle robbten durch einen Kriechtunnel, das Wasser musste aus einem imaginären Fluss beschafft werden. Parallel zur Brandbekämpfung leistete das Team Erste Hilfe. Nach addierten oder abgezogenen Plus- oder Malus-Sekunden an den Stationen wurde die Zeit gewertet.
Schnellste Staffel bei den 14- bis 18-Jährigen waren die Mitglieder der Feuerwehr Fußgönheim. Sie brauchten 108 Sekunden für den Parcours. Auf dem zweiten Rang folgte der Nachwuchs aus Lambsheim (146 Sekunden). Den dritten Platz teilten sich die Jugendfeuerwehr aus Dudenhofen und aus Römerberg. Beide hatten die Strecke in 147,5 Sekunden hinter sich gebracht. Bei den Zehn- bis 13-Jährigen siegten die Jugendlichen der Feuerwehr Dudenhofen (146,5 Sekunden) vor den Kameraden aus Fußgönheim (166 Sekunden) und Lambsheim (187,5 Sekunden).