Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisbäder-Bilanz: Keine Schließung wegen Energiekrise geplant

Mit der beschaulichen Ruhe, wie hier auf dem Bild, war es im Sommer schnell vorbei. Der besucherstärkste Tag im Mutterstadter Aq
Mit der beschaulichen Ruhe, wie hier auf dem Bild, war es im Sommer schnell vorbei. Der besucherstärkste Tag im Mutterstadter Aquabella war der 4. August, gut 1790 Menschen kamen zum Schwimmen und Planschen.

Ohne Corona-Beschränkungen sind mehr Besucher in die Kreisbäder gekommen als vor der Pandemie. Doch nun sorgt sich der Kreis um die Energiepreise.

„Es war ein erfolgreicher Sommer für die Kreisbäder“, so das Resümee der Kreisbäder-Referentin Simone Riedel. Wegen der Pandemie habe es 2020 und 2021 Einschränkungen gegeben, teils monatelange Schließungen, teils begrenzte Besucherzahlen und das Schwimmen in vorgegebenen Zeitabschnitten. Doch in diesem Jahr waren die Bäder wieder ohne Einschränkungen geöffnet – und das hätten die Besucher gerne genutzt.

Das größte der vier Kreisbäder ist das Aquabella in Mutterstadt, mit Riesenrutsche und großer Liegewiese. Von Anfang Mai bis Ende August kamen rund 62.900 Besucher dorthin. Zum Vergleich: In den beiden Jahren vor der Pandemie waren es 2019 etwa 52.400 Besucher und 2018 waren es 61.100. Der besucherstärkste Tag im Aquabella war der 4. August, da stürzten sich fast 1790 Menschen zum Schwimmen und Planschen ins kühle Nass. Das war auch ein besonders heißer Tag, mit 38 Grad.

Sommer ohne Zwischenfälle

Im Kreisbad Heidespaß Maxdorf-Lambsheim tummelten sich von Anfang Mai bis Ende August insgesamt gut 37.600 Badegäste, mehr als in 2019 mit 35.200 Gästen, weniger als 2018 mit etwa 42.600 Besuchern. Hier gibt es einen Außenbereich mit Liegewiese und Freiluftbecken. Das gilt auch für Schifferstadt, wo in der Saison 2022 knapp 32.600 Badende nach Kühlung suchten, 2019 waren es 31.600, 2018 rund 36.700. Das Hallenbad Römerberg war nicht die ganze Saison geöffnet: im Mai kamen 2100 Besucher, im Juni gut 1850, im Juli etwa 1600. Das Hallenbad war in den Sommerferien zu, in den Jahren 2018 und 2019 war es wegen Sanierungsarbeiten größtenteils geschlossen.

Unter normalen Umständen ist für die Hallenbäder mit Freibadebereich der sehr unterschiedliche Personalbedarf die größte Herausforderung. „Im Sommer benötigen wir viele Aushilfen, die unser Personal sowohl bei der Beckenaufsicht, als auch im Saunabereich und an der Kasse unterstützen“, erklärt Simone Riedel. Im Aquabella wurde an den heißen Tagen im Sommer das Personal durch einen Sicherheitsdienst verstärkt. Der Badebetrieb sei ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen.

Außenbecken bleiben zu

Ein möglicher Gasmangel und hohe Preise für alle Arten von Energie machen der Bäderverwaltung Sorgen mit Blick auf die Herbst- und Wintersaison. „Zur Zeit ist eine komplette Bäderschließung nicht geplant. Um Energie zu sparen, haben wir in den Bädern die Wassertemperaturen um zwei Grad reduziert“, erklärt Riedel. Das Wasser werde mit Gas beheizt. In den Sportbecken sei die Temperatur von 28 auf 26 Grad gesenkt, in den Lehrschwimmbecken von 31 auf 29 Grad. Die früher ganzjährig beheizten Außenbecken in Maxdorf und Mutterstadt bleiben bis auf Weiteres außer Betrieb. Im Aquabella Mutterstadt wurde am Montag der Saunabereich geschlossen, weil dort Sanierungsarbeiten an der Dampfsauna und dem Dach ausgeführt werden, teilt Simone Riedel mit. Saunafreunden empfiehlt sie Maxdorf, Schifferstadt oder Römerberg, wo die Saunen weiter zur Verfügung stehen.

In Sachen Corona und mögliche Einschränkungen werde die Verwaltung weiter die Entwicklung beobachten, auf mögliche Verordnungen des Landes entsprechend reagieren und die Besuchsmodalitäten anpassen, falls nötig.

Noch Fragen?

Infos zu Öffnungszeiten und Angeboten gibt’s unter www.kreisbaeder.de.

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