Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kreis schließt Projekt Theodor-Heuss-Straße ab

Die Ecke Mörscher Straße/Theodor-Heuss-Straße. Zwei Jahre hat es gedauert, beide Straßen auszubauen.
Die Ecke Mörscher Straße/Theodor-Heuss-Straße. Zwei Jahre hat es gedauert, beide Straßen auszubauen.

Der Rhein-Pfalz-Kreis hat den offiziellen Abschluss des Tiefbauprojekts in der Theodor-Heuss- und der Mörscher Straße in Bobenheim-Roxheim verkündet. Damit hat eine über viele Jahre endlos und fruchtlos scheinende Diskussion ihr gutes Ende gefunden.

Im Dezember ist nach gut zweijähriger Bauzeit der letzte Bauabschnitt für den Verkehr freigegeben worden. Wegen Corona ohne größere Feier, was Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Landrat Clemens Körner (CDU) bedauern. Denn um die Sanierung der Schlaglochpiste hatten der Landkreis als Straßenbaulastträger und die Gemeinde als Verantwortliche für die Gehwege lange gerungen.

„Sanierung nicht in Sicht“ titelte zum Beispiel 2012 die RHEINPFALZ, als der damalige Kreisbaudezernent den damaligen Bürgermeister erneut vertröstete. Und so ging es dann jahrelang weiter beziehungsweise nicht weiter. Zum Ärger der Einwohner, die sich gegenüber Auswärtigen beinahe schämten, wie Müller sich erinnert. Denn die Theodor-Heuss-Straße ist die direkte Verbindung von der Landesstraße zum Roxheimer Ortskern und damit auch zur Altrheinanlage und zum Gondelfestplatz.

2018 war dann endlich geklärt, dass der Kreis den Ausbau der Fahrbahn finanziert, obwohl die Kreisstraße danach eine Gemeindestraße werden soll. Auch die Förderung durch das Land war um diese Zeit in trockenen Tüchern. Der von der Gemeinde zu zahlende Anteil waren die Kosten für die Gehwege. Im November 2018 fiel dann endlich der Startschuss für den ersten Bauabschnitt ab der L 523 bis zur Stettiner Straße.

Mehr als einen Kilometer ausgebaut

Der Ausbau der Theodor-Heuss-Straße sowie der Mörscher Straße von der Friedrich-Ebert- bis zur Dathenusstraße erfolgte laut Kreisverwaltung auf einer Länge von 1160 Metern. Ver- und Entsorgungsleitungen wurden erneuert, und die Gemeinde ordnete den ruhenden Verkehr durch die Anlage von Parkplätzen neu. „Vorher gab es einige Engstellen, jetzt haben die Fußgänger dort deutlich mehr Platz“, sagt Bürgermeister Müller.

Die Gesamtkosten können die beiden Verwaltungen noch nicht beziffern. Für den Kreis wird ein Anteil von 1,345 Millionen Euro genannt. Das Land Rheinland-Pfalz beteilige sich mit 780.000 Euro. Landrat Körner bezeichnet die Zusammenarbeit aller Beteiligten, darunter die Tiefbaufirma Ömer Halici GmbH Kirchheimbolanden, als gelungen.

Als letzter Schritt erfolge nun die Übergabe der Straßen an die Gemeinde, was einer Abstufung gleichkommt. Michael Müller drückt es so aus: „Ab dann sind wir zuständig und können verkehrsberuhigende Maßnahmen ergreifen, ohne andere fragen zu müssen.“

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