Bobenheim-Roxheim Klimaschutzkonzept: Auftrag geht an Büro aus Lampertheim
Rund 18.300 Euro soll es kosten, dass die Lampertheimer Firma innerhalb von zwei Jahren mit der Gemeinde zusammen Handlungsfelder und konkrete Ziele für den Klimaschutz erarbeitet. Gefördert wird das vom Bund zu 75 Prozent der Kosten. Vier Büros haben sich um den Auftrag beworben, und die EnergyEffizienz GmbH steht mit ihrem Preisangebot auf Platz drei.
Das gefällt dem SPD-Ratsmitglied Holger Voll nicht. Denn der günstigste Anbieter wollte „nur“ 17.240 Euro haben – und der teuerste knapp 25.000. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft hinterfragte Voll die Empfehlung der Verwaltung, das Gremium möge sich für die Lampertheimer entscheiden. „Wir haben jetzt eine Klimaschutzmanagerin und geben nun auch noch über 18.000 Euro für externe Berater aus“, kritisierte Voll und verlangte Aufschluss über die Vergabekriterien und den Grund der Empfehlung.
Ingenieurbüro mit gutem Ruf
Verwaltungsmitarbeiterin Heike Thudium wies auf die Erfahrung und den Ruf des Ingenieurbüros hin. Es habe in Rheinland-Pfalz bereits zahlreiche Klimaschutzkonzepte erstellt, zuletzt für die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim. Auch dort habe man gute Erfahrungen gemacht. Für die Firma spreche auch die räumliche Nähe, Lampertheim liege nur 15 Kilometer von Bobenheim-Roxheim entfernt. Deshalb könne man Vor-Ort-Termine schnell abstimmen und umsetzen. Außerdem sei die externe Beratung Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln bei Klimaschutzkonzepten. Der Fokus der Beratungsarbeit liege ganz klar auf der CO2-Einsparung.
Sylvia Lobocki (CDU) widersprach Holger Voll: „Der billigste Anbieter muss nicht gleich der beste sein.“ Thudium und der Erste Beigeordnete Frank Peter (CDU) verwiesen auf die Vergabefreiheit der Gemeinde. Man sei hier nicht an das günstige Angebot gebunden. Zudem habe man sich bei den Klimaschutzmanagern anderer Kommunen gut über die anderen Anbieter informiert. Beim Beschluss des Ausschusses für das Büro EnergyEffizienz enthielt sich Sozialdemokrat Voll der Stimme.