Dirmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Kita-Standort: Welche Variante viele Vorteile hat

Der Bolzplatz neben dem Fußballfeld des TuS Dirmstein, hier eine Archivaufnahme von 2007, bietet Platz für einen Kita-Neubau.
Der Bolzplatz neben dem Fußballfeld des TuS Dirmstein, hier eine Archivaufnahme von 2007, bietet Platz für einen Kita-Neubau.

Die lang erwartete Machbarkeitsstudie für den neuen Kita-Standort ist da. Eine der drei vom Architekten gezeigten Varianten bietet besonders viele Vorteile.

Das Architekturbüro David Kölsch stellte im jüngsten Gemeinderat drei Szenarien vor, in denen die kommunale Kita Himmelszelt den bisherigen Standort am Affenstein verlässt, was aufgrund dortiger Platzprobleme wahrscheinlich ist. Die Präsentation lässt den Schluss zu, dass eine der Varianten besonders gut für die Kita geeignet ist: Kölsch sieht beim Neubau auf dem Gelände des TuS Dirmstein die Bedingungen des rheinland-pfälzischen Kita-Gesetzes am besten erfüllt. Das Flurstück von 2750 Quadratmetern, der Bolzplatz nördlich des Sportplatzes, habe das Potenzial einer ausreichenden Anzahl von Stellplätzen und einer Freifläche von 1500 Quadratmetern – verbunden mit der Möglichkeit, im Falle neuer Auflagen den Neubau erweitern zu können. Erste Kostenschätzung: 2,4 Millionen Euro für den Neubau und Arbeiten am Gelände. Dazu kämen 50.000 Euro für die Auflösung des Erbpachtvertrags und rund 150.000 Euro für Instandsetzungen am Sportplatz. Kölsch deutete an, dass der benachbarte Sportplatz von der Kita mitbenutzt werden dürfe.

Die vor Monaten aufgetane Variante, den jetzigen Standort am Affenstein mit dem Gebäude des protestantischen Gemeindehauses zu tauschen, biete ein Flurstück von 1650 Quadratmetern mit einer Freifläche von 720 Quadratmetern. Neben der Sanierung des bestehenden Gebäudes werde in diesem Szenario ein Anbau nötig. So müssten Küche, Bewegungs- und Personalraum in einem Gebäude sein, die Gruppenräume der Kinder im anderen Teil. Kölsch zufolge gibt es dort jedoch zu wenig Stellplätze für das Personal, womöglich könnte es in Stoßzeiten zu Behinderungen beim Bringen und Abholen der Kinder kommen. Mögliche Erweiterungen seien zudem nur unter Zukauf angrenzender Grundstücke möglich, und auch die Zufahrt für die Küchenlogistik sei sehr beengt.

Entscheidung nicht vor Ende Januar

Für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes und den Erweiterungsbau rechnet Kölsch mit etwa drei Millionen Euro. Weiteres Geld könnte an die Kirche für eine mögliche Ausgleichszahlung wegen des Standorttauschs fließen.

Etwas optimistischer in Bezug auf das Platzangebot klang es, das ehemalige Edeka-Gebäude in der Bahnhofstraße zu sanieren und den Bestand aufzustocken. Die dortige Freifläche von 950 Quadratmetern soll aber bereits jetzt etwas zu klein für den vorgegebenen Richtwert sein. Vorteil: Wahrscheinlich könnte die nahe gelegene Sporthalle der Grundschule mitgenutzt werden. Die Baukosten sowie die Kauf- und Nebenkosten für das gesamte Areal belaufen sich grob geschätzt auf etwa 3,5 Millionen Euro.

Am 15. Januar muss nun der Bauausschuss beraten, am 22. diskutiert der Sozialausschuss samt Kita-Vertretern die pädagogische Sicht und frühestens am 29. Januar könnte der Gemeinderat eine Entscheidung treffen.

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