Dirmstein
Kita-Zukunft: Plötzlich vier Optionen
Der kommunalen Kita Himmelszelt in der Straße Affenstein im denkmalgeschützten Spitalhof mangelt es an Platz für Kinder, Erzieher und die Erfüllung der räumlichen Vorgaben nach dem Kita-Zukunftsgesetz. Wurde vom Gemeinderat im Oktober eine provisorische Umgestaltung der Räumlichkeiten beschlossen, um einen vierten Gruppenraum zu ermöglichen, so geht es jetzt um eine langfristige Lösung. Das Kita-Personal würde einen Neubau beziehungsweise den Umzug in eine geeignetere Immobilie begrüßen, denn es wäre ja auch ein Sportraum, eine größere Küche und eine Mensa notwendig, um die Gesetzesauflagen zu erfüllen.
Inzwischen gibt es drei Standortvorschläge: das protestantische Gemeindezentrum, der ehemalige Edeka-Markt in der Bahnhofstraße und ein Neubau am Sportplatz. Mit den Eigentümern der beiden erstgenannten Immobilien sei schon gesprochen worden, die Rückmeldung sei positiv, sagt Ortsbürgermeister Jens Schlüter (Initiative Dirmstein).
Die Option Neubau würde auf eine Verlegung des Sportplatzes innerhalb der gemeindeeigenen Gemeinbedarfsfläche hinauslaufen, um Platz für die Kita zu schaffen. Dafür müsste der Bebauungsplan geändert werden, was schon für die Sitzung des Bauausschusses am 27. November auf der Tagesordnung stand, aber dann kurzfristig abgesetzt wurde. Schlüter berichtet auf Anfrage, der damals formulierte Beschlussvorschlag „sollte eigentlich nur eine Diskussionsgrundlage sein“, da habe es zwischen Ortsgemeinde und Verbandsgemeindeverwaltung ein Missverständnis gegeben.
Schlüters Ansicht nach ergibt es keinen Sinn, sich schon näher mit den einzelnen Optionen zu beschäftigen und Planer zu beauftragen, wenn die Machbarkeitsstudie noch gar nicht vorliegt. Schließlich sei die Firma Kölsch beauftragt, alle vier Möglichkeiten, von der Kita-Erweiterung über die Nutzung von anderen Gebäuden bis zum Neubau, nach baulichen und nach Verkehrskriterien zu bewerten. Das Ergebnis der Untersuchung soll dem Gemeinderat und interessierten Bürgern am Mittwoch vorgestellt werden. „Am 15. Januar wird das dann Hauptthema des Bauauschusses sein, eine Woche später berät der Sozialausschuss zusammen mit der Kita-Leitung und am 29. Januar soll final entschieden werden“, so Schlüter. Er will die Kindergartenfrage nicht mehr auf die lange Bank schieben.
Dass es mittlerweile vier Optionen gibt, ist laut Bürgermeister der Einrichtung eines elfköpfigen Arbeitskreises zur Zukunft der Dirmsteiner Kitas zu verdanken. „Wenn sich verschiedene Akteure und Gruppen mal austauschen, tun sich plötzlich Möglichkeiten auf, an die man vorher nicht gedacht hat“, meint Schlüter.
Termin
Sitzung des Gemeinderats Dirmstein am Mittwoch, 11. Dezember, 19.30 Uhr, im Rathaus. Weitere Themen sind unter anderem die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer sowie die Bebauungspläne „Alter Bahnhof“ und „Ortskern“.