Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Kerwe-Wochenende: Beste Stimmung sorgt für gelungene Premiere

Hoch die Gläser: Der bayrische Abend markierte am Samstag den Auftakt zur Kerwe.
Hoch die Gläser: Der bayrische Abend markierte am Samstag den Auftakt zur Kerwe.

„Beide Daumen hoch!“ Bei Alex Krieger, Geschäftsführer der noch jungen Kerwegesellschaft Waldsee, könnte die Laune kaum besser sein. Das Kerwe-Wochenende ist vorbei , die Kerwegesellschaft hat ihre Bewährungsprobe bestanden und der Zuspruch der Waldseer war riesig. Das ganze Dorf war auf den Beinen und hat munter gefeiert.

Alex Krieger, Geschäftsführer der neu gegründeten Kerwegesellschaft Waldsee, hat in den vergangenen Tagen nicht gerade viel geschlafen. Ein turbulentes Kerwe-Wochenende liegt hinter ihm, ein bunter Nachmittag für Familien steht noch bevor. Zum ersten Mal wurde das größte Dorffest nun in dieser Form organisiert und Krieger zieht Bilanz: „Beide Daumen hoch!“

Ein wenig anders als in den Vorjahren war das Programm, ziemlich anders die Art der Organisation, doch herausgekommen ist ein Fest, bei dem, wie Krieger es ausdrückt, „das ganze Dorf gekommen ist“. Bayrisch angehauchte Musik machte den Auftakt am Samstag. Besucher, die ein Dirndl oder Lederhosen im Schrank hatten, kramte die Tracht hervor. Die Art der Musik habe dazu geführt, dass das ältere Publikum deutlich länger als sonst in der Halle geblieben sei. Aber gekommen seien Alt und Jung gleichermaßen.

Gut besucht fand Krieger den katholischen Gottesdienst am Sonntagmorgen. Das sei dann nahtlos in einen bunten Nachmittag mit vielen Familien übergegangen. Die böhmische Blasmusik am Abend habe wieder Ältere angesprochen. Das Pfefferessen am Montag sei wie jedes Jahr ausgesprochen gut angenommen worden, etwa 200 Portionen sind nach Kriegers Schätzung über den Tresen gegangen. Selbst zubereitet von den Hundefreunden und dem MGV Concordia mit ihren Küchenchefs Peter Berg und Christian Hein. „Das Küchenteam hat wahrscheinlich noch weniger Schlaf abbekommen als ich. Die standen von 7 bis 23 Uhr in der Halle“, vermutet Krieger.

Neues Bezahlsystem hat sich bewährt

Besonders bewährt hat sich das neue Bezahlsystem mit einer zentralen Kasse für Essens- und Getränke-Bons, dadurch seien die Wartezeiten an den Ständen mit Speisen und Getränken deutlich kürzer gewesen. Die Zusammenarbeit der fünf Vereine, die sich erstmals zu einer Kerwegesellschaft zusammengeschlossen haben, um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und damit die Zukunft des Fests langfristig zu sichern, hat Krieger als sehr konstruktiv erlebt. Rund 200 Helferschichten konnten so besetzt werden.

„Dieses Jahr ist mir auch richtig bewusst geworden, dass da noch viel mehr Vereine mithelfen. Die Kühlschränke sind von der Uno, die TG hat den Spielmannszug und die Singfrauen geschickt, die Feuerwehr die ältesten Frauen zum Kaffeetrinken abgeholt und die Rockfreunde die Hallendeko beigesteuert“, zählt Krieger auf.

„Paradebeispiel für Waldseer Zusammenarbeit“

Außerdem habe die Ortsgemeinde und der Bauhof viel geholfen. „Das ist ein Paradebeispiel für Waldseer Zusammenarbeit. Das gibt’s in anderen Orten hier nicht in diesem Ausmaß.“

Die Bewährungsprobe hat die neue Kerwegesellschaft also bestanden. „Ich würde es das nächste Mal genauso wieder machen“, sagt Krieger. Das nächste Jahr allerdings wird die TG das Fest noch einmal alleine ausrichten. So zumindest waren die Signale seitens des Vereins bisher.

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