Bobenheim-Roxheim
Kerwe-Höhepunkt: Spaß am Umzug, Ärger über Worms
Vor allem die Beiträge der Fasnachter und des Radfahrervereins waren Hingucker. Die Roxheimer Altrhoischnooke waren mit rund 100 Mitgliedern dabei, viele davon in närrischer Kleidung, sodass bei den Zuschauern Freude auf die nächste Kampagne aufkam. Der RCV feiert dieses Jahr das Jubiläum sechsmal elf Jahre.
Auch die Bobenheimer Zellerieköpp waren mit von der Partie und verbreiteten Lust auf Fasching. Der Wassersportverein hatte sich ebenfalls etwas einfallen lassen: In mehreren Paddelbooten auf Autodächern präsentierten sich stolz die jüngsten Mitglieder. Aber auch die kleineren Gruppen waren interessant, zum Beispiel der Verein für Naturschutz und Heimatpflege mit dem „Schlammbrummer“, der Schützenverein mit Handwagen oder der Würfelclub, bei dem E-Rollstuhl-Fahrer mitmachten. Auch Freunde aus der Partnerstadt Chevigny und Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr waren beim Umzug dabei. Seit den 70er-Jahren nehmen die Pfadfinder in beachtlicher Gruppenstärke an jedem Kerweumzug teil.
Auf historischen Hochrädern zeigten die Mitglieder des Radfahrervereins, wie schwierig und unkomfortabel einst das Fahrradfahren war. Ein historisches Kinderhochrad wurde auf einem Anhänger transportiert, da bislang noch keines der Kleinen sicher darauf fahren kann, wie es hieß. Ein paar Mountainbiker begleiteten die Gruppe und machten so die technische Entwicklung deutlich.
Traditionen gepflegt
Dass junge Leute gern die Tradition von Umzügen pflegen, bewies die Landjugendgruppe Vorderpfälzer Originale, die auf einem geschmückten Wagen und als Fußgruppe unterwegs war. Auf das Dauerthema Fluglärm wurde bei dem aufwendig mit Schnittblumen geschmückten Wagen der Gemeindeverwaltung hingewiesen. Die Spruchbänder „Keine Freiheit für Fluglärm“ und „Kä Thema, wir handeln net nach Wormser Schema“ wurden von Anwohnern wohlwollend kommentiert. Beim Sportclub Bobenheim-Roxheim marschierte vor allem die Fußballjugend begeistert mit.
Das Angebot der „Belohnungen“ für die zahlreichen Zuschauer reichte von Bonbons über Minibockwürste bis zu Zwiebelsäckchen und natürlich Wein. Immer wieder gab es etwas Besonderes zu sehen, wie etwa bei den Johannitern. Die präsentierten nicht nur ihre Einsatzwagen, sondern auch eine alte Gulaschkanone. Im Anschluss an den Umzug wurde es voll auf dem Kerweplatz am Rathaus, und sowohl die Fahrgeschäfte dort wie auch das Essensangebot wurden sehr gut angenommen.