Fussgönheim Kerwe dieses Jahr nur viertägig

Die Kerwe ist ein Jahreshöhepunkt in Fußgönheim.
Die Kerwe ist ein Jahreshöhepunkt in Fußgönheim.

Weil der Montag immer häufiger schwach besucht gewesen sei, wird die Kerwe Fußgönheim dieses Jahr versuchsweise um einen Tag verkürzt.

„Es gab eine Nachbesprechung zur Kerwe 2024, da waren sich alle Beteiligten aufseiten der Vereine, die Beigeordneten und auch die Vertreter der Fraktionen einig, dass der Montag sehr schwach besucht ist“, sagte Ortsbürgermeisterin Heike Seifert-Leschhorn (CDU) am Mittwoch in der Ratssitzung. Darüber hinaus gebe es das Problem, dass auch Helfer für den Kerwe-Montag nur schwer zu finden seien. Allgemeiner Tenor der Nachbesprechung sei deshalb gewesen: Versuchsweise soll die Kerwe dieses Jahr von Freitag bis Montag stattfinden.

„Erfahrungsgemäß ist es ganz schwer, den Montagabend so zu gestalten, dass er finanziell gut darlegbar ist“, merkte auch Jürgen Kuß (FWG) als langjähriger Mitorganisator der Kerwe an. Die Freie Wählergruppe stehe deshalb hinter der Verkürzung. „Das heißt, wir lassen den Dienstag fallen und beerdigen die Kerwe am Montagabend – obwohl wir die Kerwe erst sonntags öffentlich beginnen. Aber das ist halt nun mal so“, befand Kuß. Auch CDU und SPD schlossen sich dieser Sichtweise an, mit einer Enthaltung aufseiten der Freien Wählergruppe wurde die Verkürzung der Kerwe entsprechend beschlossen.

Mehr Geld für die Toilettenbetreuung

Um das Wildpinkeln einzudämmen, sei während der Kerwe in jedem Fall an einer bezahlten Toilettenbetreuung festzuhalten – auch darin waren sich die Ratsmitglieder einig. Statt jedoch eines Festbetrags von 350 Euro, der bislang dafür eingesetzt wurde, soll in Fußgönheim nach dem einstimmigen Votum des Rats künftig nach dem geltenden Eingangstarif für Reinigungskräfte bezahlt werden.

Der Betrag nach Tarif liege nur unwesentlich höher als der Mindestlohn, betonte Marie-Luise Klein für die SPD-Fraktion. „Es geht hier um Reinigung, und wir können froh sein, an dieser Stelle jemanden zu haben, der das nun schon über Jahre hinweg macht“, sprach sich Klein für eine „adäquate Bezahlung aus“. Laut dem Ersten Ortsbeigeordneten Klaus Weiler (CDU) kostet es die Ortsgemeinde Fußgönheim auf vier Tage Kerwe gerechnet 70 Euro mehr, nach dem Eingangstarif für Reinigungskräfte zu zahlen, anstatt den Mindestlohn zu gewähren.

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