Fussgönheim Kerwe: Beim Umzug wird es märchenhaft – trotz Auflagen

Ihren Kerweumzug wollen sich die Fußgönheimer nicht nehmen lassen, hier die „Erdbeeren“ des ASV vor einigen Jahren.
Ihren Kerweumzug wollen sich die Fußgönheimer nicht nehmen lassen, hier die »Erdbeeren« des ASV vor einigen Jahren.

Verschärfte Auflagen für Umzugswagen machen vor der Kerwe am Wochenende auch dem Förderverein in Fußgönheim zu schaffen. Dennoch ist es ihm gelungen, für Sonntag wieder etliche Nummern zu organisieren. Das war nicht einfach.

Im Frühjahr haben schon die Fasnachter zu spüren bekommen, dass der Gesetzgeber die Schrauben bei den Sicherheitsvorkehrungen deutlich angezogen hat. In der Folge schrumpften die fröhlichen Paraden oder wurden mancherorts abgesagt. Nun werfen die strengeren Auflagen ihren Schatten auch auf das Fußgönheimer Dorffest und vor allem den zugehörigen Festumzug. „Wir Fußgönheimer werden unseren Umzug auf keinen Fall sterben lassen“, bekräftigt Jürgen Kuß vom Kerwe-Förderverein, der das Spektakel organisiert. Ursache des Unmuts sind nach seinen Angaben vor allem höhere Gema-Gebühren für die Musik sowie neue Tüv-Richtlinien für Umzugswagen.

Mehr Fußgruppen

Bisher seien etwa oft Anhänger aus der Landwirtschaft für Umzugsnummern verwendet worden, „jetzt brauchen wir dafür eine Betriebserlaubnis“, nennt Ortsbürgermeister Jochen Schubert (FWG) ein Beispiel für die gestiegenen Anforderungen. Die Kommune richtet die Kerwe aus. Die Erlaubnis zu bekommen, sei mitunter schwierig oder nicht möglich.

„Deswegen sind dieses Jahr mehr Fußgruppen am Start und der Umzug fällt mit 36 Nummern kleiner aus als sonst. In der Vergangenheit hatten wir immer zwischen 40 und 50“, ergänzt Kuß.

Ungeachtet dieser unerfreulichen Entwicklung, die nach den Fasnachtern nun auch die Kerwe-Veranstalter im Land vor eine harte Probe stellt, hat sich der Kerwe-Förderverein auch dieses Jahr wieder ein Motto für die Kerwe und den Umzug ausgedacht: Märchen, Sagen und Legenden. „Daran müssen sich alle Teilnehmer halten“, betont Kuß. Die Besucher dürfen also gespannt sein.

Umzug als Höhepunkt

Los geht es am Freitag, 6. Oktober, um 19 Uhr mit dem Fassbieranstich. Ab 20 Uhr locken die Pälzer Buwe Gunnar und Emil mit Livemusik ins ASV-Zelt, der Eintritt ist frei. Dort rockt am Samstag ab 20 Uhr auch die Band Revoc und am Dienstag ab 19 Uhr die Rockkapelle, der Eintritt kostet acht Euro pro Person.

Höhepunkt ist der Kerwe-Umzug am Sonntag ab 13.30 Uhr. Er startet bei Gemüsebau Renner und bahnt sich von dort über Schauernheimer und Hauptstraße seinen Weg. Die einzelnen Gruppen werden am Deutschen Kartoffelmuseum und der Firma Stay IT vorgestellt. Ab 16 Uhr folgen im Schlosshof die Kerwerede sowie eine Preisverlosung.

Am Dienstag ab 18 Uhr karikiert Zeichner Steffen Boiselle Gäste zum Nulltarif. Um 21 Uhr wird die Kerwe schließlich beerdigt.

Mit Speis und Trank versorgen an allen Kerwetagen die Heimatfreunde, der Feuerwehr-Förderverein und der Cäcilienverein die Festbesucher.

Noch Fragen?

Fußgönheimer Kerwe, 6. bis 10. Oktober. Weitere Informationen und das Kerweprogramm gibt es auf der Website der Verbandsgemeinde Maxdorf.

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