Rhein-Pfalz Kreis Keine Notgruppe in der Grundschule
Birkenheide. Der Ortsbürgermeister soll von zwei Architekten Angebote für den geplanten Neubau einer Kindertagesstätte am Dorfgemeinschaftshaus in Birkenheide einholen und das Gremium über die voraussichtlichen Kosten informieren. Zudem sollen Anmeldungen für Kita-Plätze genauer überprüft werden. Darauf haben sich die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses am Montag verständigt.
Die Horlacher GmbH aus Neuhofen und das Architekturbüro Gunter Stemmann aus Römerberg hätten sich als geeignete Kandidaten für den Kita-Neubau herauskristallisiert, sagte Ortsbürgermeister Siegmund Hein (SPD). In Vorabgesprächen mit den Architekten und dem Maxdorfer Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU) hätte sich Einsparpotenzial angedeutet. Denn die Maxdorfer müssten ebenfalls eine neue Kita bauen – dort sollen vier neue Gruppen entstehen. Würden beide Ortsgemeinden denselben Architekten beauftragen, ließen sich bei den Planungen und eventuell auch bei der Anlieferung von Baumaterial Kosten sparen. Das solle bei den Angebotsanfragen berücksichtigt werden. Wilfried Dorsch (SPD) schlug überdies ein drittes Unternehmen aus Mannheim vor, das um ein Angebot gebeten werden könnte. Hein kündigte an, die drei Fachbüros anzufragen. Darüber hinaus informierte der Ortsbürgermeister die Ausschussmitglieder darüber, dass die geplante Kita-Notgruppe in der Albertine-Scherer-Grundschule nun vorerst doch nicht benötigt werde, da entsprechende Anmeldungen fehlten. „Wir machen die Planungen aber trotzdem fertig, damit sie im Notfall bereitstehen“, kündigte er an. Die neue Kita mit zwei Gruppen sei hingegen weiter erforderlich, da auf Dauer mehr als 20 Plätze fehlten. Ortsbeigeordnete Emmi Seitz (FWG) berichtete von ihren Recherchen zur Notgruppe: „Das lag an Anmeldungen von Leuten, die nach Birkenheide ziehen wollten, dann aber nicht kamen, sowie an Familien, die weggezogen sind.“ Deswegen solle fortan bei Anmeldungen für Kita-Plätze darauf geachtet werden, dass ein Miet- oder Kaufvertrag vorliegt, damit die Ortsgemeinde nicht unnötig in Zugzwang gerate. Rainer Reiß (CDU) meinte dazu, dass wohl nicht zwischen Anfrage und Anmeldung unterschieden worden sei. Tatsächlich hätte sich Gerüchten zufolge ein Dutzend Eltern erkundigt, ob für ihre Kinder ein Kita-Platz im Ort vorhanden wäre. Genau diese vermeintlichen Anmeldungen würden bei den Bedarfszahlen nun fehlen. |mamü