Hochdorf-Assenheim Keine Memoriam-Gärten für Hochdorf-Assenheimer

Hier sollte auf dem Hochdorfer Friedhof ein Memoriam-Garten entstehen.
Hier sollte auf dem Hochdorfer Friedhof ein Memoriam-Garten entstehen.

Wie in vielen anderen Kommunen wünschen sich auch viele Hochdorf-Assenheimer, Angehörige künftig in Memoriam-Gärten bestatten zu können. Diesen Wunsch hatten die örtlichen Politiker erhört und mit dem Anbieter alles geregelt. Doch nun ist dieser endgültig abgesprungen.

Mit dem Zustand der beiden Friedhöfe in den Ortsteilen Assenheim und Hochdorf sind die Vertreter von CDU, FWG und SPD schon lange unzufrieden. Sie möchten die letzten Ruhestätten ansprechender gestalten und haben sich dazu auch schon viele Gedanken gemacht. Vor zwei Jahren trafen sie schließlich die Entscheidung, in einem ersten Schritt auf beiden Friedhöfen einen Memoriam-Garten anzulegen. Das sind wie kleine Parks angelegte, optisch ansprechend gestaltete Grabfelder. Der weitere Clou an dieser im Trend liegenden Bestattungsform: Die Hinterbliebenen müssen sich nicht um die Grabpflege kümmern, sondern betrauen damit einen Friedhofsgärtner. Dieses Angebot ist vielerorts stark nachgefragt.

Deshalb lud die Kommune einen Experten ein, der solche Projekte bereits in anderen Kommunen in der Region erfolgreich umgesetzt hat. Der schaute sich die Friedhöfe an, bestätigte, dass es auf beiden geeignete Flächen gibt, und erstellte Entwürfe. Mit denen waren die Ratsmitglieder einverstanden und veranlassten die nötigen Vorbereitungen seitens der Ortsgemeinde. So wurden zum Beispiel die Wege von den Trauerhallen zu den geplanten Memoriam-Gärten ausgebaut.

Vertragspartner lässt Gemeinde im Stich

Doch die Umsetzung verzögerte sich immer weiter. Zunächst bis zum Herbst 2022, dann zum Frühjahr 2023. Im Mai berichtete Ortsbürgermeister Walter Schmitt (FWG), dass es beim Vertragspartner hake. Und nun ist das Projekt endgültig gestorben, erklärt er auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Der Grund: „Der ausführende Gärtner kann es nicht leisten.“ Er macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Das ist sehr unbefriedigend, da wir soweit waren und es für uns eine hohe Priorität hat“, sagt er.

Deshalb traf sich der Bauausschuss am Wochenende mit dem neuen, für Friedhöfe zuständigen Sachbearbeiter der Verwaltung und besprach mit ihm unter anderem, wie es weitergeht. Am Ende sei das Gremium dem Vorschlag gefolgt, einen Fachplaner zu beauftragen. Der solle ermitteln, wie ein ähnliches Bestattungsangebot gelingen könnte.

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