Otterstadt
Karpfenfest unter neuer Regie kommt gut an
Katrin Katz steht mit ihrer Familie auf dem Vorplatz der Sommerfesthalle und lobt die breite Auswahl an Angeboten. Vor der Halle und auf der Kollerstraße haben Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Stände platziert – vom Karussell über Autoscooter bis hin zum Schießstand und Eiswagen ist alles vertreten. „Schön, dass so viel los ist“, freut sich Katz angesichts der zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die das Festgelände am Sonntagnachmittag säumen.
Bereits am Samstagabend, als die Harthausener Kultband „Broken Heart“ spielte, strömten mehr als 1500 Gäste in die Kollerstraße. Festwirt Paolo Rappa, der durch sein italienisches Restaurant „Vivere“ am Königsplatz weit über Otterstadt hinaus bekannt ist, spricht gegenüber der RHEINPFALZ von einem „teuflischen Erfolg“ und zeigte sich „überglücklich“ aufgrund der vielen Gäste von nah und fern.
Festwirt will es wieder und noch besser machen
Auch am Sonntag kamen über den Tag verteilt noch einmal mehr als 1500 Menschen. „Ich habe mich mächtig ins Zeug gelegt“, erklärt der 60-Jährige. Er dankt den zahlreichen Helferinnen und Helfern aus den Vereinen, seinem Restaurantpersonal und dem Bauhof sowie Silvia Reichwein und der Gemeinde für die Unterstützung. „Ich bin zu 95 Prozent zufrieden“, sagt Rappa und deutet an, dass es bei einer Premiere immer Verbesserungspotenzial gebe.
Was Gäste gegenüber der RHEINPFALZ bedauerten, waren die langen Wartezeiten und das teils umständliche Pfandsystem. Zu letztgenanntem erklärte Rappa, dass das Geschirr nicht nur ihm gehöre und er daher so handeln wollte. Am zweiten Festtag habe er reagiert und kein Pfand mehr für Teller aufgerufen. „Ich mache das in dieser Form zum ersten Mal und bin dankbar für konstruktive Kritik. Dadurch kann ich besser werden“, sagt der gebürtige Italiener, der immer mit Freude bei der Sache und daran interessiert ist, auch das nächste Karpfenfest auszurichten.
Besucher loben Atmosphäre, Essen und Fahrgeschäfte
„Ein Fest steht und fällt mit den Menschen“, ist Rappa überzeugt und das kann auch Marianne Kießling bestätigen. Sie kommt aus Baden-Württemberg und ist bei ihrer Tochter in Otterstadt zu Gast. Der Seniorin gefällt es: Man merke, dass das Fest von der Dorfbevölkerung gut angenommen wird, sagt Kießling.
Die achtjährige Ella Reich hat ebenfalls Spaß. Das Mädchen ist schon Boxauto gefahren und lobt die von Rappa angebotenen Speisen. Vor allem das Schnitzel hat es ihr angetan. Ihr Vater Andreas Reich findet es „toll“, dass die Kollerstraße abgesperrt wurde, damit Kinder frei springen können. Reich ist in Otterstadt aufgewachsen, kennt das Karpfenfest von früher und kann daher aufgrund des „sehr guten Essens“ und des Angebots sagen, dass die Wiederbelebung der zweitägigen Veranstaltung gelungen ist.