Bobenheim-Roxheim Kanalwerk hebt Abwassergebühr an

Wenn Regenwasser nicht versickern kann, fließt es in einen Kanal. Dafür müssen Grundstückseigentümer bezahlen.
Wenn Regenwasser nicht versickern kann, fließt es in einen Kanal. Dafür müssen Grundstückseigentümer bezahlen.

Während die Entsorgung von Schmutzwasser für die Einwohner von Bobenheim-Roxheim im kommenden Jahr teurer wird, sinken die Gebühren für die Ableitung von Regenwasser.

Der Gemeinderat hat dem Wirtschaftsplan des gemeindeeigenen Kanalwerks für 2024 zugestimmt. Dieses soll wieder einen Gewinn machen, nachdem das Jahr 2022 mit einem Verlust endete und das vermutlich auch für das laufende Jahr gilt. Grund sind laut Verwaltung die innerhalb weniger Jahre stark gestiegenen Energiekosten der BASF-Kläranlage, in die Bobenheim-Roxheimer Abwasser fließt. Entsprechend mehr muss die Gemeinde für die Nutzung der Anlage zahlen. Hinzu kommt, dass die Erlöse des Kanalwerks gesunken sind, weil die Bürger weniger Schmutzwasser produzieren.

Gebühren sechs Jahre lang stabil

Die interne Kostenverteilung auf beide Servicebereiche des Werks ergibt, dass für die Abwasserentsorgung ab dem 1. Januar 1,57 Euro pro Kubikmeter (bislang 1,13 Euro) zu zahlen sind und für die Abführung von Niederschlagswasser von den Grundstücken 0,75 Euro pro Quadratmeter statt 0,89 Euro. Nach Verwaltungsangaben war die Höhe der beiden Gebühren seit 2017 stabil. Den Jahresgewinn 2024 hat die Geschäftsführung des Kanalwerks auf 103.000 Euro veranschlagt.

Eigene und geliehene Investitionsgelder werden laut Plan für Instandhaltungen verwendet sowie unter anderem für die Sanierung des Dachs auf dem Pumpwerk in der Roxheimer Straße, damit dort eine Fotovoltaikanlage installiert werden kann.

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