Rhein-Pfalz Kreis Käfer sorgen für Naturschauspiel

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Zahlreiche Exemplare des Asiatischen Marienkäfers haben sich in den jüngsten Tagen nahe der Gaststätte Waldschlössel zwischen Speyer und Dudenhofen versammelt. In Gruppen sonnten sich die in den USA als Halloween-Marienkäfer bekannten Insekten auf hölzernen Lichtmasten.

Einige Exemplare flogen nach Augenzeugenberichten mehrere Spaziergänger an, die auf das Naturschauspiel aufmerksam geworden waren. Weil die für Menschen harmlosen Fluginsekten aus dem Fernen Osten recht unterschiedlich aussehen, vermuteten Passanten, es handele sich um Vertreter mehrerer Arten. Ihr variantenreiches Erscheinungsbild hat den Tierchen auch die Bezeichnung Harlekin-Käfer eingebracht. Der renommierte Insektenkundler Manfred Niehuis aus Albersweiler bestätigt, dass es sich bei den Tieren um Exemplare des Asiatischen Marienkäfers handelt. „Es sind keine verschiedenen Arten, sondern nur Farbmorphen einer einzigen Art.“ Morphe heißt so viel wie Ausprägung. Niehuis glaubt, dass es in der Nähe ein reiches Angebot an Blattläusen gegeben hat. Von ihnen ernährten sich die Exemplare vor allem. Das gilt laut Niehuis auch für den Siebenpunkt-Marienkäfer, eine der bei uns heimischen rund 70 Arten. Der Harlekin-Käfer, der bis zu 19 Punkte trägt, wurde in den 1980er-Jahren in die USA und in Europa zur Blattlausbekämpfung in Gewächshäusern eingeführt. Seit einigen Jahren kommt er beidseits des Atlantiks auch in freier Natur vor. „In ihrer asiatischen Heimat überwintern die Tiere in Felsen“, weiß der Experte. „Die ersten Käfer geben Duftstoffe ab, die weitere anlocken.“ Sie überwinterten in entrindeten Baumstämmen, aber auch in Häusern mit hellen Fassaden. Dort versuchten sie, durch Spalten hineinzugelangen. |tbg

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