Rhein-Pfalz Kreis Junger Komponist und Frohsinn-Sänger werden gefördert
Ludwigshafen. Der Gewinner des Otto-Ditscher-Preises, der MGV Frohsinn Rödersheim und ein historisches Grabmal in Kleinniedesheim profitieren dieses Jahr von Fördergeldern der ehemaligen Kreissparkasse Rhein-Pfalz. Rund 14.000 Euro schüttet die Kulturstiftung an drei Projekte im Kreis aus.
Der vom Rhein-Pfalz-Kreis ausgelobte Otto-Ditscher-Preis wird abwechselnd für musikalische Kompositionen und Buchillustrationen vergeben. Dieses Jahr waren die Musiker dran: Gemeinsam mit der Popakademie in Mannheim hatte die Kreisverwaltung einen Wettbewerb für Studierende und Absolventen ausgeschrieben. „Es war die Idee von Landrat Clemens Körner, etwas mit Rock und Pop zu machen“, erklärte Kreismusikschulleiter Christoph Utz bei der Scheckübergabe in der Hauptstelle der Sparkasse Vorderpfalz. Aus zwölf Bewerbern hat die Jury Nick Stroppel mit seinem „Rhein-Pfalz-Image-Song“ als Sieger ausgewählt. Die Hälfte des Fördergelds in Höhe von 10.000 Euro bekommt also der junge Mann aus dem Schwarzwald. Seine Komposition sei für eine Bandbesetzung geschrieben, könne aber für Bläser und Streicher erweitert werden, hieß es. Sie soll beim Kreisempfang am 23. September mit Schülern der Kreismusikschule erstmals aufgeführt werden. Die verbliebenen 5000 Euro seien für das entsprechende Arrangement, den Bedarf der Kreismusikschule und eine eventuelle Studioproduktion gedacht, erzählte Utz. Der Verein Musik, Gesang, Vielfalt (MGV) Frohsinn erhält 1500 Euro für sein kulturelles Engagement. Nach Angaben der Vorsitzenden Sylvia Gerdon-Schaa gibt es dieses Jahr zwei Jubiläen zu feiern: der Frauenchor wird 30 und der gemischte Chor Swinging Voices 25 Jahre alt. Im ersten Halbjahr 2016 habe der gemischte Chor im Vordergrund gestanden, der bis 2017 zum Meisterchor werden will. „Die Leistungsstufen eins und zwei haben wir schon absolviert“, berichtete sie. Außerdem habe er im April ein A-cappella-Konzert gegeben, erfolgreich an einem Gesangswettbewerb in Stuttgart teilgenommen und kürzlich ein Jubiläumsabschlusskonzert gegeben. Im zweiten Halbjahr drehe sich das ambitionierte Programm des MGV um den Frauenchor. „Wir konnten und durften Eva Lind engagieren“, erklärte Gerdon-Schaa. Lind ist eine international bekannte klassische Sängerin, sie trat unter anderem schon an der Mailänder Scala und in der Carnegie Hall in New York auf. Zudem sei sie vielen aus dem Fernsehen bekannt. Kommendes Jahr werde der 1887 gegründete Verein zudem sein 130. Jubiläum feiern. „Wer uns kennt, weiß, dass wir uns dafür auch wieder etwas Großes einfallen lassen“, kündigte Gerdon-Schaa an. Landrat Körner hob hervor, dass beim 100. Jubiläum des Vereins die Idee für den bekannten Mundartwettbewerb Dannstadter Höhe geboren wurde. 2290 Euro überlässt die Kulturstiftung der ehemaligen Kreissparkasse Rhein-Pfalz der Gemeinde Kleinniedesheim. Mit dem Geld soll der Grabstein einer 172 Jahre alten Grabstätte saniert werden, die die Kommune vor drei Jahren übernommen hat. Darin sind Johann Rudolph Westkirch und seine Frau bestattet. Nach Auskunft von Ortsbürgermeister Ewald Merkel kaufte Westkirch 1838 das Kleinniedesheimer Schloss. Seine Tochter Luise Westkirch habe einige Jahre ihrer Kindheit in der Gemeinde verbracht und als Schriftstellerin unter anderem die Novelle „Der Bürgermeister von Immelheim“ verfasst. Eigentlich müsse die gesamte Grabstätte erneuert werden. In einem ersten Schritt sei nun zunächst der aus Sandstein gefertigte Grabstein an der Reihe. An ihm müssten witterungsbedingte Risse verfugt werden, sagte Merkel. |mamü