Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Jürgen Hook entscheidet Duell für sich

Glücklicher Wahlsieger: Jürgen Hook feierte mit Familie und Freunden nach der Wahl im Sportheim.
Glücklicher Wahlsieger: Jürgen Hook feierte mit Familie und Freunden nach der Wahl im Sportheim.

Der Amtsinhaber setzt sich durch: In Dudenhofen bleibt Sozialdemokrat Jürgen Hook Ortsbürgermeister. Sein Herausforderer Rainer Horländer von der CDU ist enttäuscht, hofft aber noch auf ein gutes Ergebnis seiner Partei bei der Gemeinderatswahl.

Das Votum war dann doch relativ deutlich: 61,2 Prozent der Dudenhofener, die bei den Ortsbürgermeisterwahlen abstimmten, machten ihr Kreuz bei SPD-Amtsinhaber Jürgen Hook. CDU-Herausforderer Rainer Horländer mit am Ende 38,8 Prozent der Stimmen hatte nur nach dem ersten von sieben auszuzählenden Stimmbezirken die Nase knapp vorne gehabt. Doch schnell wendete sich das Blatt und Hook ging am Ende souverän als Sieger über die Ziellinie. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,3 Prozent.

„Es ist brutal, die Anspannung war enorm“, beschrieb der Gewinner am Abend seine Gefühlslage, während er mit Freunden und Familie im Sportheim seinen Sieg feierte. Hook meint damit zum einen die Ausgangslage, dass die SPD anders als vor fünf Jahren bei den Bürgermeisterwahlen etwas zu verlieren hatte, aber auch den teils hitzig geführten Wahlkampf und am Ende die Erleichterung über den eigenen Wahlsieg. Trotz allem, „was im Vorfeld abgelaufen ist“, findet der 63-Jährige: „Es ist Zeit, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen. Es ist nie zu spät, sich die Hand zu reichen.“ Geschockt zeigte sich Hook von den Ergebnissen bei der Europawahl. Seine Hoffnung ist, dass es bei den Wahlen zum Ortsgemeinderat – die Stimmen werden wohl am Montag ausgezählt – dennoch ein gutes Ergebnis für die Ampel-Parteien gibt.

Für Herausforderer Rainer Horländer hatte das Ergebnis „einiges mit der Schmutzkampagne über Whatsapp zu tun“, die gegen ihn gelaufen sei. Nach dem Spargelfest war dem CDU-Kandidaten vorgeworfen worden, sich bei A-Jugend-Spielern des FV Dudenhofen über das Essen beschwert zu haben und die Lebensmittelkontrolle verständigt zu haben. Horländer bestritt die Vorwürfe gegen ihn vehement. „Unter fairem Wahlkampf verstehe ich etwas anderes“, sagte der unterlegene Kandidat am Abend, der auch von Anfeindungen aus dem Umfeld seines Konkurrenten berichtete, als er diesem nach der Auszählung aller Stimmen gratulieren wollte. Seine Hoffnung ruht nun auf den Wahlen zum Ortsgemeinderat. Dort steht Horländer auf dem ersten Listenplatz der CDU. „Ich werde mich definitiv nicht zurückziehen“, sagte der 41-jährige Finanzberater. „Wenn wir im Rat die Mehrheit hätten, sähe es schon ganz anders aus.“

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