Bobenheim-Roxheim Interview: Wehrleiter informiert über anstehenden Probealarm
Herr Neiheiser, warum wird es am 11. Juni einen Probealarm für den Katastrophenfall geben? Der bundesweite Warntag ist doch erst im September.
In Bobenheim-Roxheim haben wir schon immer mehrmals im Jahr die Sirenen überprüft. Denn die sollten immer funktionstüchtig sein. Die Einwohner werden hoffentlich überall einen an- und abschwellenden Dauerton über eine Minute hören. Das ist die Warnung vor Hochwasser oder Naturgefahren, vor Feuer, einem Chemieunfall, einem Versorgungsausfall oder vor Radioaktivität. Der Ton kann außerdem den Verteidigungsfall anzeigen oder vor einem biologischen Angriff warnen. Wenn man einen einminütigen Dauerton hört, bedeutet das Entwarnung. Wir üben das meist dann, wenn der Tag der offenen Tür unserer Freiwilligen Feuerwehr stattfindet und nachdem am Abend zuvor die Blaulichtparty stattgefunden hat.
Als Werbung für die Veranstaltung, verstehe. Was wird denn am kommenden Samstag geboten?
Es dürfte wohl das erste größere Fest in Bobenheim-Roxheim seit zwei Jahren sein. Wir feiern aber nach der langen Corona-Pause erst einmal etwas kleiner: ab 17 Uhr im Innenhof unseres Hauses im Pfalzring ohne Geräte- und Fahrzeugausstellung und ohne Kinderprogramm. Mit Ausschank, aber Essen gibt es nur auf die Hand, ohne Geschirr. Am Abend spielen die Mondays Partymusik. Jeder kann kommen.
Zurück zu den Sirenen. Wie ist Bobenheim-Roxheim diesbezüglich ausgestattet?
Wir haben sechs Stück. Andere Kommunen haben ihre Sirenen vor Jahren abgebaut, wir nicht. Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sieht man das ja nun wieder anders, und die Gemeinden schaffen sich mit Förderung durch den Bund die Geräte wieder an. In der Überlegung ist es, eine siebte Sirenen für den Süden von Roxheim zu installieren, denn dort ist der Alarm wegen der abschirmenden Wirkung des Hochhauses schlecht zu hören. Die Zukunft liegt in der digitalen Alarmierung, das heißt, dann wird die Sirene nicht mehr über Funk, sondern am Computer eingeschaltet. Und mit solchen Sirenen können auch Durchsagen gemacht werden.
Noch Fragen?
Mehr Informationen zur Warnung und Vorsorge für den Notfall gibt es auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz unter www.bbk.bund.de.