Lambsheim Interview: Lassen Sie uns über Müll reden
Herr Knörr, woher kam die Idee für eine Abfallsprechstunde?
In den Jahren vor Corona habe ich immer mehrmals im Jahr Führungen im Müllheizkraftwerk Ludwigshafen sowie Begehungen bei der Firma Becker in Schifferstadt veranstaltet. Da dies seit geraumer Zeit nun nicht mehr möglich ist, dachte ich mir, eine persönliche Sprechstunde vor Ort bringt vielleicht mehr als nur per E-Mail oder Telefon miteinander zu sprechen. Und da wir insgesamt 16 Wertstoffhöfe im Kreis haben und jeder Wertstoffhof seine individuellen Besonderheiten hat, „toure“ ich ab sofort quasi quartalsweise an zwei Tagen durch den Kreis. Ich möchte mir bei meiner „Premiere“ in Lambsheim und in den anderen Wertstoffhöfen bei der Gelegenheit auch gleich ansehen, ob es noch irgendetwas gibt, was man optimieren könnte.
Können Sie schon mehr zum geplanten Ablauf der Sprechstunde sagen?
Wir haben so eine Sprechstunde bisher noch nie veranstaltet, deshalb ist es schwer zu prognostizieren, was und wie oft man vor Ort angesprochen wird – man wird also sehen, wie es läuft. Zwar gibt es bereits viele Informationen auf der Internetseite des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft, aber ich möchte in der Sprechstunde das direkte Gespräch mit den Bürgern suchen. Es wird Stehtische geben, an denen der Lambsheimer Bürgermeister Herbert Knoll und ich stehen. Ich werde Info-Material dabei haben und ausgeben sowie direkt Fragen beantworten, zum Beispiel zur neuen Gebührenordnung, die seit 1. Januar gilt.
Haben Sie den Termin gewählt, weil der Andrang auf den Wertstoffhöfen im Frühjahr steigt – Stichwort: Frühjahrsputz?
Generell ist von Frühjahr bis Herbst am meisten los auf den Wertstoffhöfen, weil beispielsweise Grünschnitt zu dieser Zeit am meisten anfällt. In der Pandemie haben wir allerdings festgestellt, dass es vor Ort in den Wertstoffhöfen ein eher geringeres Volumen zum Beispiel an Grünschnitt gegeben hat, jedoch ein höheres bei Bauschutt aufgrund massiver Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, gerade im ersten Corona-Jahr. Das hat auch damit zu tun, dass die Höfe etwa im ersten Lockdown zeitweise geschlossen waren und danach der Zugang mehr oder weniger stark begrenzt werden musste. Das führt natürlich zu einem geringeren Umsatz vor Ort. Dafür wurde über die Straßensammlung zum Beispiel deutlich mehr Grünschnitt entsorgt.
Termin
Abfallsprechstunde auf dem Wertstoffhof Lambsheim am Samstag, 26. März, ab 9 bis 11.45 Uhr. Weitere Informationen unter www.rhein-pfalz-kreis.de/verwaltung-region/eigenbetrieb-abfallwirtschaft