Meinung Insolvenz der Sozialstation: Voll verzockt
Die Argumentationen der Insolvenzverwaltung und der Arbeitsgemeinschaft der Ökumenischen Sozialstationen zeigen auf: alle Beteiligten sahen sich wirtschaftlichen Zwängen ausgesetzt, die den Bedürfnissen der Patienten übergeordnet wurden. Das mag auf dem Papier nachvollziehbar sein – schließlich dürfen sich benachbarte Sozialstationen nicht Teil eines wirtschaftlichen Himmelfahrtskommandos werden. Dass auch aber die Insolvenzverwaltung lieber die gesamte Sozialstation auflösen lässt, anstatt sich frühzeitig auf Teillösungen einzulassen, sorgt nun für ein großes Chaos und deutet darauf hin, dass man sich hier verzockt hat. Die Teilübernahme hätte eine sinnvolle Alternative zur Komplettübernahme sein können. Ausbaden müssen das nun die Patienten und deren Angehörige. Der Kollateralschaden: ein Vertrauensverlust.
