Speyerer Umland In der Ferne an die Heimat erinnert

Stahlhelme erinnern in einem norwegischen Museum auch an einen Speyerer.
Stahlhelme erinnern in einem norwegischen Museum auch an einen Speyerer.

Im Urlaub versucht unser Autor eigentlich, bewusst etwas Abstand von der Vorderpfalz zu gewinnen. Doch Speyer und sein Umland lassen ihn auch in den Ferien nicht los.

Vor wenigen Tagen verschlug es mich im norwegischen Måløy in ein Museum über die Operation Archery im Zweiten Weltkrieg, einem Angriff der Briten auf die deutschen Besatzer in Norwegen. Am Ende der sehenswerten Ausstellung wurde an die gefallenen Soldaten auf beiden Seiten erinnert. Unter Stahlhelmen waren auf einer Tafel die Namen der Toten vermerkt – darunter auch der von Robert Wiesinger, einem Gefreiten aus Speyer, wie dort zu lesen war. Die Erkenntnis, welche katastrophalen Auswirkungen der Krieg auch auf die Menschen in unserer Region hatte, ist zwar nicht neu, aber sie wird bei solchen kleinen Entdeckungen wieder verstärkt ins Bewusstsein gerückt.

Nur wenige Tage später begegnete mir das Speyerer Umland erneut: diesmal im Mannheimer Marchivum. Das in einem alten Hochbunker in der Neckarstadt West untergebrachte Stadtarchiv der Kurpfalz-Metropole beherbergt auch eine ebenfalls sehr empfehlenswerte multimediale Ausstellung zur Mannheimer Stadtgeschichte. Dort wird unter anderem vom Flug des ersten Mannheimer Luftschiffs Schütte-Lanz 1 berichtet. Die Reise endete 1911 bereits nach wenigen Kilometern, ist dort zu erfahren: nämlich mit einer Notlandung in Waldsee. Um das Wissen über diese beiden historischen Fakten rund ums Speyerer Umland bin ich somit im Urlaub bereichert worden. Der Erholung hat das glücklicherweise keinen Abbruch getan.

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