Dudenhofen In den dreißig Morgen: FWG zeigt sich „irritiert“
Das rund 4000 Quadratmeter große Grundstück soll an einen Investor verkauft werden. Es gab bereits einen Interessenten, aus dem Verkauf an diesen waren im Nachtragshaushalt für 2025 1,46 Millionen Euro eingeplant. Doch die Gemeinde hat davon Abstand genommen und will das Gelände unter veränderten Bedingungen erneut zum Verkauf ausschreiben, was jüngst Thema einer Ausschusssitzung war. Auf die RHEINPFALZ-Nachfrage, was der Nicht-Verkauf im laufenden Jahr für den Haushalt bedeutet, der mithilfe des geplanten Verkaufserlöses ausgeglichen werden sollte, antwortete Erster Beigeordneter Reinhard Burck, der den erkrankten Bürgermeister Jürgen Hook (SPD) derzeit vertritt, dass deshalb der Neubau des Horts zurückgestellt worden sei.
Auf diese Aussage reagieren nun die Freien Wähler: Ihre Fraktion habe sich in den vergangenen Wochen intensiv für eine tragfähige Lösung und einen möglichst breiten Konsens im Gemeinderat eingesetzt und begrüße, dass diese nun in Sicht seien. Der Satz zur Verschiebung des Hort-Neubaus habe sie aber irritiert, schreibt FWG-Vorsitzender Lars Hoffmann im Namen der Fraktionsmitglieder. Die Verbesserung der Betreuungssituation sei ihnen ein ebenso wichtiges Thema, das mit Konsequenz angegangen werden müsse. „Der geplante Hortneubau steht aber in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Haushaltsausgleich 2025 oder dem genannten Grundstücksverkauf.“ Die Hintergründe für diese Einschätzung führt die FWG in ihrer auch auf der Internetseite der Gruppe nachzulesenden Stellungnahme noch weiter aus. Der Hort brauche eine langfristig finanziell tragbare Lösung, finden sie. „Aus unserer Sicht wäre ein ,Runder Tisch’, bei dem alle Beteiligten offen und konstruktiv miteinander diskutieren, der richtige Weg“, schreibt die FWG. „Dass der Hortneubau nun offenbar verschoben oder ausgesetzt wird, mussten unsere Ratsmitglieder allerdings erst aus der Zeitung erfahren. Eine Kommunikation der Ortsspitze zu diesem Thema hat es bislang nicht gegeben. Die letzte Mitteilung hierzu war, dass die Kreisverwaltung die Wirtschaftlichkeit des Hort-Neubaus infrage stellt.“