Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Hohlbrunnenfest wird auch Vegetariern gerecht

Attraktion für Kinder: die Wurfbude beim Berghausener Hohlbrunnenfest.
Attraktion für Kinder: die Wurfbude beim Berghausener Hohlbrunnenfest.

Zum zweiten Mal ist am Wochenende unterhalb der Großen Hohl das Hohlbrunnenfest gefeiert worden. Das Ortskartell Berghausen hatte dazu eingeladen, und die Gäste kamen in Scharen.

Martin Sternberger ist nicht nur Vorsitzender des Ortskartells und des Musikvereins, sondern auch Chef de Cuisine. Am Sonntagmorgen steht er schon wieder in der Küche des Vereinsheims und rührt in einer Pfanne. Der Rinderbraten ist bereits weich gegart, jetzt geht’s ans Geschnetzelte. Das wiederum ist eine Besonderheit. „Wir wollten den Vegetariern mal etwas anderes als Käse anbieten und probieren deshalb Sojageschnetzeltes aus“, berichtet Sternberger.

Selbstverständlich hat er das Gericht vorher probiert. „Ich teste die Rezepte immer in der Musikstunde“, sagt Sternberger und grinst. Die Instrumentalisten sind also die Probanden. Und die haben in den zurückliegenden vier Proben rein Vegetarisches aufgetischt bekommen. Geschmeckt hat es offenbar, denn die Pfannen waren immer leer, wie Sternberger berichtet. Das gilt auch für die Töpfe beim Hohlbrunnenfest. Am Samstag gab’s Chili sin Carne, ohne Fleisch also. „Die 20 vorbereiteten Portionen waren weg“, freut sich der Vorsitzende.

Winzerbäckle und Steaks

Nebenan, beim Fußballverein, setzt man auf die klassische Küche. „Wir haben darüber nachgedacht, etwas Vegetarisches anzubieten, hatten aber technische Probleme in der Küche und uns deshalb entschieden, das traditionelle Programm zu fahren“, erläutert Martina Schreiner, die am Sonntagmorgen in der Küche Regie führt. Hier schmoren die Winzerbäckle, während draußen zwei Herren Bratwürste und Steaks brutzeln. Die Festgäste seien zufrieden gewesen und hätten die jeweils 70 Portionen an Tagesessen aufgebraucht.

Kontrastreich ist nicht nur die Speisekarte, sondern auch die Musik. Während der Musikverein auf Blasmusik von Gastgruppen und den eigenen Leuten setzt, steppt beim FV Berghausen der Bär. Generationentrennung bedeutet das aber nicht. „Das Publikum ist gemischt. Junge, Alte – jeder ist überall vertreten“, versichert der FVB-Vorsitzende. Blasmusik ist nicht nur für Ältere, und Rockmusik gefällt nicht nur den Jüngeren.

Musikbühne versetzt

„Unser Biergarten ist eher der ruhigere Ort, aber generell ist überall viel los gewesen“, zieht Martin Sternberger am Sonntagmittag zufrieden schon mal eine Bilanz. Ein Vorteil in diesem Jahr: Durch das Versetzen der Bühne um einige Meter sei die akustische Trennung zwischen volkstümlichem Liedgut und peppigen Rhythmen besser gelungen.

Verschont wurden die Gäste des Hohlbrunnenfests, bei dem auch die Schützen, die Weiberbratenvereinigung und die KJG aktiv waren, von den Schnaken. „Eine Woche vorher dagegen war’s furchtbar“, erinnert sich Sternberger.

x