Rhein-Pfalz Kreis Hilfe bieten und Rechte stärken

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Mutterstadt. Die Rechte Behinderter stärken, Asylbewerber betreuen, Bedürftige unterstützen, Senioren unterhalten: Wie vielfältig ihre Aufgaben sind, hat die Mutterstadter Sozialarbeiterin Christine Franz-Yilmaz in ihrem Jahresbericht dem Sozialausschuss dargelegt. Darin verdeutlichte sie auch die Herausforderungen, die mehr und mehr auf sie zukommen.

Das zehnseitige Werk konnte sie laut Verwaltung krankheitsbedingt nur schriftlich zur Verfügung stellen. Ihm lässt sich aber entnehmen, dass Franz-Yilmaz zugleich den Posten der Gleichstellungs- und der Behindertenbeauftragten wahrnimmt. In der ersten Funktion berät sie Frauen. Dieses Angebot haben ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr vermehrt von Gewalt in engen sozialen Beziehungen Betroffene in Anspruch genommen, also Frauen, die Opfer von Gewalt in der Familie beziehungsweise in der Partnerschaft wurden. Vor diesem Hintergrund fand ein Runder Tisch zum Thema „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ in Mutterstadt statt. Außerdem gab es am Weltfrauentag einen Dia-Vortrag über den Alltag von Frauen in Afghanistan. Anschließend konnten die Besucher Spezialitäten sowie Tänze des Landes kennenlernen und sich mit 40 Afghaninnen austauschen, die als Asylsuchende hier leben. In ihrer Funktion als Behindertenbeauftragte bemüht sich Franz-Yilmaz zudem darum, die Rechte von Menschen mit Behinderung zu stärken. Dazu habe sie gemeinsam mit ihren Kollegen aus Dudenhofen und Schifferstadt sowie dem Behindertenbeauftragten des Rhein-Pfalz-Kreises Gespräche mit politischen Verantwortungsträgern zum Thema Inklusion, also der Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben, geführt. Als Gemeindesozialarbeiterin fungiere sie nicht zuletzt als Anlaufstelle für Menschen mit Problemen wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, Sucht, Obdachlosigkeit und Überschuldung. Diese Themen gehörten 2014 denn auch zu den häufigsten in den Beratungsgesprächen. Außerdem mit auf der Liste: Versorgung im Alter und bei Krankheit, häusliche Gewalt, Krisenintervention bei psychischer Erkrankung und Betreuung asylsuchender Menschen. In Sachen Asyl erklärt Franz-Yilmaz, dass sich die bisher schon schwierige Suche nach geeignetem Wohnraum eher noch verschärfen werde. Denn laut Kreisverwaltung müsse Mutterstadt künftig unter Umständen jedes Jahr weitere 50 Asylsuchende aufnehmen. Die vorhandenen Kapazitäten einschließlich der Notunterkünfte genügten nicht, um den steigenden Bedarf zu decken. Dringend nötig seien ehrenamtliche Helfer, um die Betreuung der Asylbewerber bewältigen zu können. Eine wesentliche Aufgabe stelle daneben die Seniorenarbeit dar. Hier organisiere ihr Team viele regelmäßige Veranstaltungen wie die dreimal in der Woche geöffnete Cafeteria sowie weitere Freizeit- und Sportangebote. Als voller Erfolg habe sich das erstmals vor dem Palatinum aufgeführte Konzert „Klassik im Hof“ erwiesen, berichtet sie. (mamü)

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