Dudenhofen
Haushalt: Grundstücksverkauf und Steuern sorgen für Entlastung
Das kommende Jahr sieht im Entwurf des Doppelhaushaltsplans, den Adrian Jung von der Finanzabteilung der Verwaltung im Ortsgemeinderat vorstellte, finanziell deutlich besser aus als das Jahr 2027: Rund 1,8 Millionen Euro beträgt der Jahresüberschuss im Ergebnishaushalt nämlich 2026, das Jahr darauf sind es nur rund 72.000 Euro. Der Hauptgrund ist ein Einmaleffekt: die Einnahmen aus dem geplanten Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks „In den dreißig Morgen“. Um in beiden Jahren den Haushalt auszugleichen, musste die Finanzabteilung gegenüber dem zunächst angemeldeten Mittelbedarf die ein oder andere Streichung oder Verschiebung vornehmen, wie Jung ausführte. Positiv sollen sich für Dudenhofen die Steuereinnahmen entwickeln: In beiden Jahren rechnet die Finanzabteilung mit Einnahmen von jeweils mehr als 8 Millionen Euro – deutlich mehr als bisher. „Die Entwicklung ist sehr positiv zu sehen und hat enorm dazu beigetragen, den Haushalt auszugleichen“, sagte Jung. Bei den Aufwendungen machen die Umlagen, die an Kreis oder Verbandsgemeinde zu zahlen sind, den größten Teil aus.
Bei den Unterhaltungsmaßnahmen stechen mit 280.000 Euro Rückstellungen für den Friedwald, falls dieser erweitert wird, sowie mit 260.000 Euro Aufwendungen für die Straßenoberflächenentwässerung heraus. Rund 196.000 Euro sind für öffentliche Grünanlagen eingeplant, 130.000 Euro für Friedhofsdienstleistungen und 140.000 Euro für Essen in den kommunalen Kitas, was aber von den Eltern mitfinanziert wird. Bei den Investitionen sind die Kosten für den Hortneubau der mit Abstand größte Posten in den kommenden beiden Jahren: 1,7 Millionen Euro stehen dafür im Plan. Für An- und Umbau in der Kita St. Kunigunde sind 300.000 Euro eingestellt, für Ortskernsanierung und Bauhof-Umbau jeweils 200.000 Euro. Ebenfalls 200.000 Euro sind für den Ausbau der Rottstraße vorgesehen, doch dieser Summe stehen die Einnahmen aus den wiederkehrenden Beiträgen gegenüber. Für ihre Investitionen müsste die Ortsgemeinde neue Kredite in Höhe von 3,4 Millionen Euro aufnehmen.
Nach der Einbringung des Haushalts durch die Finanzabteilung haben die Kommunalpolitiker nun Gelegenheit, Änderungen daran vorzunehmen, bevor der Ortsgemeinderat das Zahlenwerk beschließt.