Lambsheim-Heßheim
Haushalt 2024: Ortsumlage steigt um zwei Punkte
Der Haushalt 2024 ist insgesamt ausgeglichen, berichtete der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Michael Reith (SPD). Mehr noch: „Er weist einen Überschuss von rund 50.000 Euro auf“, so Reith. Demnach erhöht sich das Eigenkapital der VG um diesen Betrag zum Jahresende auf rund 21,1 Millionen Euro. Seit Gründung der Verbandsgemeinde ist beim Eigenkapital – ausgehend von 17,9 Millionen Euro im Jahr 2014 – eine stetige Steigerung zu verzeichnen.
Aufgrund der Umlageerhöhung fließen im Vergleich zu 2023 laut dem veröffentlichten Zahlenwerk 610.000 Euro zusätzlich in die Kasse der VG. Die für das laufende Jahr erwarteten Umlagen von den Ortsgemeinden in Höhe von rund sieben Millionen Euro machen rund 60 Prozent der rund 11,5 Millionen Euro hohen Einnahmen der VG im Ergebnishaushalt aus.
Verschuldung steigt
Weil Investitionen in Höhe von 7,9 Millionen Euro geplant sind – darunter ist auch die Generalsanierung der Eckbachhalle in Großniedesheim für 4,3 Millionen Euro – soll im Haushaltsjahr 2024 zudem ein Darlehen in Höhe von 7,9 Millionen Euro aufgenommen werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung der VG-Bürger wird sich demnach zum Jahresende von 131 Euro auf 574 Euro erhöhen – bei einem Darlehensstand von dann zehn Millionen Euro.
Die größten Positionen bei den Ausgaben sind mit 6,5 Millionen Euro die Personalkosten. 82.000 Euro muss die VG als Umlage an den Kreis zahlen. Die Aufwendungen für Sozialleistungen belaufen sich laut Vorlage auf rund 917.000 Euro.
FWG: Erhöhung alternativlos
Barbara Eisenbarth-Wahl (CDU) tat sich schwer mit dem Zahlenwerk. Unklarheiten seien für sie geblieben, betonte die Lambsheimerin. Zudem sei sie nicht davon überzeugt, dass es einer Anhebung der Umlage bedurft hätte. Sie verstehe zwar, dass die VG ihre Handlungsfähigkeit erhalten müsse, „aber für die Ortsgemeinden ist jeder Prozentpunkt verheerend“, sagte Eisenbarth-Wahl. Angesichts der steigenden Verschuldung der Verbandsgemeinde sei die Erhöhung der Umlage alternativlos, meinte dagegen Stephan Daniv (FWG). Wie auch Eisenbarth-Wahl forderte er die „schnellstmögliche Bereitstellung“ der noch fehlenden Jahresabschlüsse: „Ohne die lässt sich keine belastbare und aussagekräftige Finanzplanung aufstellen.“ Daniv regte an, dass die VG im Laufe des Jahres über ihre finanzielle Lage informieren könnte. Dem stimmte Bürgermeister Reith zu. Martina Nagora (FDP) kündigte an, der Haushaltssatzung weder zustimmen, noch sie ablehnen zu wollen.
Zu den Jahresabschlüssen sagte Reith, dass viele Probleme daraus resultierten, dass die ehemalige VG Heßheim und die verbandsfreie Gemeinde Lambsheim im Jahr 2014 zum 1. Juli fusioniert hätten. Daraus habe das Land gelernt und vollziehe keine Fusionen von kommunalen Gebietskörperschaften zur Jahresmitte mehr.