Harthausen
Harthausener Grundschule soll Sozialarbeiter kriegen
Der Schulträgerausschuss plädiert für die Ausweisung einer halben Stelle für Schulsozialarbeit an der Karl-Hufnagel-Grundschule. Ortsbürgermeister Harald Löffler (CDU) erläuterte am Donnerstagabend im Tabakschuppen: „Die Stelle wird nicht bei der Gemeinde, sondern als Leihkraft über eine externe Institution installiert.“ Für die Anstellung sind im Haushalt pro Jahr 35.400 Euro vorgesehen.
Mit dem Beschluss, den der Ortsgemeinderat noch bestätigen muss, reagiert die Ortsgemeinde auf eine Forderung der Schulleitung. Die begründet die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit mit „veränderten Lebensbedingungen von Kindern“, die auch die Schule betreffen. Dazu zählen Trennung und Scheidung der Eltern, das Aufwachsen bei alleinerziehenden Elternteilen, die Berufstätigkeit beider Elternteile und damit einhergehende Ganztagsbetreuung oder der Tod eines Elternteils. Die Beobachtung: „Schulen werden immer mehr mit familiären Problemen konfrontiert.“
Erhofft wird auch die Entlastung der Lehrer. Die Fachkraft soll bei Konflikten zwischen Schülern und Schülern, Schülern und Lehrern, Schülern und Eltern oder Eltern und Lehrern vermitteln. Außerdem soll sie Vertrauensperson sein, Schüler beim Erwerb von Sozialkompetenz unterstützen und im Bedarfsfall Verbindungsglied zu Beratungsstellen, Sozialdienst, Psychologen oder Kinderschutzbund sein. Für den Sozialarbeiter wird an der Grundschule ein eigenes Büro mit festen Vormittagsterminen eingerichtet. Andreas Heck (CDU) formulierte seine Zustimmung in einem Satz: „Wenn die Schule das will, wird sich die CDU dem nicht verweigern.“