Otterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Handwerksmeister Louis Best erwartet Mix beim Heizen

Im Fahrzeug seiner Firma „Heizkonzept“: Jungunternehmer Louis Best mit seinem Berner Sennenhund und Maskottchen Dino.
Im Fahrzeug seiner Firma »Heizkonzept«: Jungunternehmer Louis Best mit seinem Berner Sennenhund und Maskottchen Dino.

Louis Best aus Otterstadt hat den Sprung gewagt und sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig gemacht. Der 25-Jährige bietet mit seiner Firma „Heizkonzept“ alles rund um die Themen Heizung und Sanitär. Außerdem hat er junge Menschen im Blick.

„Ich mag es, mit den Händen zu arbeiten, am Ende des Tages zu sehen, was ich geschaffen habe, und ich habe gerne mit Menschen zu tun. Ich freue mich, wenn ich in die zufriedenen Gesichter von Kunden schaue“, sagt Louis Best und beschreibt damit, was ihm an seinem Beruf gefällt. Der 25-Jährige hat einen Meistertitel im Bereich Heizungsbau und Anlagenmechanik. Anfang April hat sich der Jungunternehmer mit seiner eigenen Firma „Heizkonzept“ im Otterstadter Gewerbegebiet selbstständig gemacht.

Best kann trotz seines jungen Alters auf Erfahrung zurückblicken: Sein Berufsweg startete mit 16 Jahren, als er eine Ausbildung zum Installateur und Heizungsbauer in Waldsee begann. Dreieinhalb Jahre lernte er im Wechsel in dem Unternehmen und in der Berufsschule in Speyer. Danach war er eineinhalb Jahre als Geselle im Kundendienst seines Ausbildungsbetriebs beschäftigt. Er stieg nach seiner bestandenen Meisterprüfung zum Betriebsleiter auf und wurde Mitinhaber der Firma Feger-Company GmbH, die sein Vater Michael Best vor vielen Jahren mitgegründet hatte.

Unterstützung von Familie

Die Firma hat ihren Sitz ebenfalls in Otterstadt und bietet alles rund um Kamin- und Pelletöfen sowie die Themen Schornsteine und Brandschutz an. Louis Bests Vater ist Schornsteinfeger. In dessen Fußstapfen zu treten, kam für den Sohn nicht infrage. „Ich habe bei einem Praktikum gemerkt, dass das nicht meins ist. Aber das Handwerk, das ist meine Welt“, sagt der 25-Jährige. Sein Ziel war von vornherein, einen Meister zu machen. Der Schritt in die Selbstständigkeit habe sich dann ergeben. Seine Familie habe ihn dabei unterstützt, sagt Best.

Mit seinem eigenen Unternehmen möchte er moderne Heiz- und Badkonzepte umsetzen und innovative und individuelle Ideen rund um die Themen Heizung, Sanitär und Klima anbieten. Im Bereich Heizung werde in Zukunft alles noch verstärkt in Richtung regenerative Energien gehen, sagt Best und nennt als Beispiele Wärmepumpen und Wasserstoffheizungen als Alternativen zu Öl und Gas als Energiequelle. Der junge Mann ist jedoch davon überzeugt, dass es immer einen Mix von allem geben werde, weil in jedem Haus eigene Bedingungen herrschen. Best möchte Menschen – egal ob Jung oder Alt, mit Neu- oder Altbau, Ein- oder Mehrfamilienhaus – „ehrlich beraten“, sagt er. Darunter versteht er, unter Berücksichtigung der Kundenwünsche aufzuzeigen, welche Heizung vor Ort mit welchem finanziellen Budget passt.

Worauf es heute ankommt

Zu seinem weiteren Aufgabengebiet – dem Sanitärbereich – erläutert der 25-jährige Otterstadter, dass ein Bad früher eher Mittel zum Zweck war. Heutzutage nehme es einen größeren Stellenwert ein. „Es ist nicht mehr nur ein Raum, der kurz benutzt wird, sondern er soll etwas hermachen, einen Anspruch erfüllen und vielleicht auch barrierefrei sein“, sagt Louis Best. Für seine Kundinnen und Kunden bietet er nicht nur eine kostenfreie Erstberatung und die Erstellung eines Angebots an, sondern wickelt auch den Kauf ab und steht später für Servicearbeiten bereit.

Neben den genannten Aspekten regenerative Energien und Barrierefreiheit hat die Trinkwasserhygiene und die Sicherheit – etwa bei Gasleitungen – an Bedeutung gewonnen. Wasserleitungen werden heutzutage so geplant, dass sie Teil des ständigen Kreislaufs im Gebäude sind und somit regelmäßig gespült werden, damit keine Gefahr von Legionellen besteht, nennt der Installateur ein Beispiel.

Das Wissen, das sich der junge Mann erarbeitet hat, möchte er gerne weitergeben. Bislang ist seine Firma ein Ein-Mann-Unternehmen, aber Best nimmt gerne Praktikanten ab 15 Jahren, um ihnen das Handwerk näherzubringen. „Die Jugend ist die Zukunft, ich möchte, dass sie das Berufsbild kennenlernt“, sagt der Otterstadter und räumt mit Vorurteilen auf: „Früher herrschte die Annahme, dass nur Menschen ins Handwerk gehen, die in der Schule nichts gerissen haben. Das Handwerk hat aber so viel zu bieten“, sagt Best und gibt Jugendlichen mit: „Denkt nicht nur ans Studium, sondern schaut euch das Handwerk an. Dort kann man gut Geld verdienen und wenn man Gas gibt viel erreichen“, sagt der 25-Jährige.

Kontakt

Heizkonzept Louis Best, Alemannenstraße 2a, Otterstadt, Telefon 06232 6588448 oder per E-Mail info@heizkonzept-best.de

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