DUDENHOFEN Grüne und FDP-Beigeordneter nehmen Stellung zu Südtangente
In der Vergangenheit hatten sich die Grünen als entschiedene Gegner, die FDP hingegen als klarer Befürworter einer Südtangente hervorgetan. Bei der Abstimmung über die Aufstellung eines Bebauungsplans, der den Weg für eine Südtangente ebnen soll, enthielten sich die Grünen – darunter auch Beigeordneter Reinhard Burck – aber der Stimme. Alleine Jürgen Amann stimmte dagegen.
„Als Grüne-Fraktion im Ortsgemeinderat haben wir in den letzten Jahren ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Straßenneubau in Form der Südtangente nicht mit unserem Anspruch an Klima- und Artenschutz vereinbar ist“, schreiben die Dudenhofener Grünen nun in einer Stellungnahme. Es sei nun entschieden, dass die Südtangente in der „kleineren“, weil näher am Ortsrand liegenden Version, kommen werde. „Wir teilen die Entscheidung nicht, tragen sie aber demokratisch mit“, teilen die Grünen mit, die im Rat mit SPD und FDP eine Ampelkoalition bilden. „Wir möchten uns konstruktiv in die anstehenden Planungsschritte zur konkreten Ausgestaltung der Südtangente einbringen. Hier besteht noch Klärungsbedarf, insbesondere was die Abhängung der Berghauser Straße oder auch die Umsetzung des Verkehrskonzeptes als Ganzes angehen“, so die Grünen.
Teil einer Gesamtplanung
Die Südtangente sei im Verkehrskonzept Teil einer Gesamtplanung, die auf mehr Einbahnstraßenregelungen, Fahrradstraßen und Fußwege im Ort setze. „Wir nehmen also zugunsten eines deutlich beruhigten innerörtlichen Verkehrs die Südtangente in Kauf. Sie ist Mittel zum Zweck, nicht Selbstzweck“, schreiben die Grünen. Die Partei wolle sich dafür stark machen, die Berghauser Straße nicht an die Südtangente anzuhängen und den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Außerdem solle bei dem Bauvorhaben der Naturschutz im Blick bleiben. Es sei den Grünen wichtig, dass in die weiteren Entscheidungen möglichst viele Bürger und Gewerbetreibende eingebunden werden.
Auch Beigeordneter Hartmut Lardon (FDP) nimmt Stellung zum RHEINPFALZ-Bericht vom Samstag über die Südtangente und den Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan: Seine Enthaltung in der Abstimmung gründe „sich nicht auf eine Ablehnung der Südtangente an sich – dann hätte ich auch mit nein gestimmt“, so Lardon.
Den Bau einer Südtangente befürworte er weiterhin. „In den aktuell vorliegenden Planungsunterlagen kann man aber erkennen, dass die Berghauser Straße in eine Sackgasse umfunktioniert werden soll“, sagt der FDP-Mann. Wie er bereits in der Ratssitzung ausgeführt habe, halte er aber ein Abhängen der Berghauser Straße „für nicht zielführend – weder in der Sache noch bezüglich der Akzeptanz bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.“ Es sei nicht zu vermitteln, dass Verkehrsteilnehmer, die an dieser Stelle aus Dudenhofen nach Berghausen fahren wollen, erst ein Stück in Richtung Harthausen geschickt würden und dann den Umweg über die Südtangente nehmen sollen.
„Der direkte Weg über die Berghauser Straße muss weiterhin erhalten bleiben“, fordert Lardon. Nur auf diesen Einwand gründe sich seine Enthaltung bei der Abstimmung über den Bebauungsplan.zin