Harthausen / Dudenhofen / Hanhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Glasfaser: Baustart in den Gemeinden ist noch völlig offen

Glasfaser: Der Ausbau hängt derzeit an Tiefbaufirmen.
Glasfaser: Der Ausbau hängt derzeit an Tiefbaufirmen.

Seit 1. September hat die Deutsche Glasfaser in den Ortsgemeinden Dudenhofen, Harthausen und Hanhofen eine für sie ausreichende Anzahl von Kunden gefunden. Damit kann der Ausbau eigentlich beginnen. Wann die Arbeiten starten, steht jedoch in den Sternen.

„Aktuell läuft neben den konkreten Detailplanungen die Auswahl des passenden Baupartners“, sagt der für die Region zuständige Pressesprecher des Telekommunikationsunternehmens, Thomas Schommer, auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Schnell dürfte diese Entscheidung wohl nicht anstehen, wird aus seinen Worten deutlich. Der Tiefbau – insbesondere wenn es ums Verlegen von Leitungen gehe – kämpfe aktuell mit Kapazitätsengpässen, warnt er vor übertriebenen Erwartungen. Probleme mit vom Unternehmen ausgewählten Tiefbaufirmen hatten in der Vergangenheit immer wieder zu Kritik in Gemeinden und bei Kunden der Deutschen Glasfaser wegen Unzuverlässigkeiten bei Ausbau und Abwicklung geführt.

Ein Baupartner für drei Orte

In welcher Kommune die Arbeiten dann starten, sei noch offen, solange der Baupartner fehle. Dies sei letztlich auch noch abhängig von der Einplanung der Kapazitäten beim dann ausgewählten Baupartner. „Ich gehe davon aus, dass wir für alle drei Orte mit einem einzigen Baupartner zusammenarbeiten werden“, so der Sprecher.

Bevor die Arbeiten zur Verlegung des Internetzugangs mit einer hohen Datenübertragungsrate – das ist Breitbandverkabelung – tatsächlich beginnen, werde es für die drei Ortsgemeinden noch einen „Bau-Informationsabend“ geben, bei dem Fragen zum Ablauf der Arbeiten beantwortet werden sollen, sichert Schommer zu. So ein Informationsabend finde in der Regel wenige Tage bis zu wenigen Wochen vor dem Start des Tiefbaus statt.

Infoabend soll Anwohnern Klarheit bringen

Einen Termin dafür könne er noch nicht nennen, da dabei auch spezifische Vorgehensweisen des Baupartners vorgestellt würden, so Schommer weiter. „Solange dieser nicht final feststeht, wissen wir nicht, wann der Bau startet und können wir keinen Info-Termin planen“, sagt der Pressesprecher.

Gingen die Tiefbauarbeiten irgendwann los, begännen gleichzeitig Hausbegehungen durch den Baupartner. „Dabei legen die Hausbesitzer gemeinsam mit der Baufirma die Position des Hausübergabepunktes, des Glasfaser-Teilnehmeranschluss und des Modems fest.“

Zurzeit seien die entsprechenden Fachabteilungen der Deutschen Glasfaser dabei, das Projekt an einen Generalunternehmer zu vergeben, bestätigte Jana Jester von der Verbandsgemeindeverwaltung (VG) Römerberg-Dudenhofen die Angaben Schommers. Erst wenn dieser Baupartner gefunden sein, „gehen wir gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser in die Feinplanung“, sagt die zuständige Sachbearbeiterin im Fachbereich 2.

Seit Ende der Nachfragebündelung habe es keinen Kontakt mehr zur Deutschen Glasfaser gegeben. Mitte Dezember habe die Verwaltung jedoch den zuständigen Ansprechpartner dort kontaktiert, um die weitere Vorgehensweise zu planen, informiert Jester weiter.

Standorte für Verteilerstationen fehlen noch

Bei einem gemeinsamen Termin sollen die offenen Fragen besprochen werden. Dabei geht es laut Glasfaser-Sprecher Schommer zunächst um die Standorte der „Points of Presence“ – der zentralen Verteilstationen, von denen die Leitungen bis zu den Häusern führen – in den Gemeinden.

„Dabei handelt es sich um ein garagenähnliches Gebäude, das durch uns an einem zentralen Standort im Ort aufgestellt wird. Von hier aus werden die Glasfasern in jede Straße und bis zu jedem Haus verlegt“, erläuterte er. Einen Termin für das Gespräch zwischen Deutscher Glasfaser und VG-Verwaltung gibt es noch aktuell noch nicht. Laut Jester hat auch seit Ende der Kundenbündelung kein Bürger mehr bei der Verwaltung nachgefragt.

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