Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Geschwister führen den KV Uno Waldsee durch die Kampagne (mit Bildergalerie)

Die Geschwister Emilie und Tim Knörr sind zum neuen Prinzenpaar gekürt worden.
Die Geschwister Emilie und Tim Knörr sind zum neuen Prinzenpaar gekürt worden.

Die Geschwister Emilie und Tim Knörr regieren nun als Prinzenpaar. Wieso Tim I. kurz vor Schluss der ersten Prunksitzung im 77. Jahr des KV Uno Waldsee vom Thron flüchtete.

Ein ohrenbetäubender Ton gellt durch die Waldseer Kulturhalle bei der ersten Prunksitzung am Freitagabend. Die Uhr zeigt viertel nach elf und die Augen einen Prinzen, der vom Thron spurtet. Weit ist sein Weg nicht. In der Bütt taucht Tim I. wieder auf, mit Warnweste, Feuerwehrhelm und flotten Sprüchen, die er mit Simon Schneider tauscht.

Das hat Emilie I. bereits in der ersten Programmhälfte getan und gezeigt, dass sie fastnachtlicher Vollprofi ist. Statt Vorgängerprinzessin Alina Knittel steht Michelle Kißler als zweite Dubbegredel neben ihr, die zwei Jahre zuvor das Zepter in der Hand hielt. Am Vorabend wurde die Büttenrede gepaukt, während Knittel das Bett hüten musste.

Prinzenpaar geht sich auch schon mal auf den Keks

Wie alles begann, daran denkt das Prinzenpaar, als der kleine Protokoller Elias einmarschiert. „Do owwe hocken zwää, die genauso oogfange hän“, lernt er von Volker Knörr (CDU), Landrat, aber an diesem Abend vor allem Sitzungspräsident und Prinzenpaar-Papa von Emilie I. und Tim I.. „Als Geschwister in der Rolle des Prinzenpaars zu sein ist für uns total schön und was Besonderes“, erklärt Emilie I.. Alle Momente teilen zu können, genießt sie. Tim I. ist froh über die „coole Chance“, die unmittelbar nach seinem Auslandsjahr in Australien kam und die ihm viel Zeit mit seiner Schwester gibt.

„Die Zeit schweißt uns noch enger zusammen“, sagt diese, auch wenn es kurze Momente gebe, in denen man sich auf den Keks gehe: „Beispielsweise, wenn Tim zum vierten Mal am Abend auf meinem Kleid steht.“ Die Gefahr ist bei der Prunksitzung nicht allzu groß. Die Throne sind mit Abstand ins Bühnenbild integriert. Spanien, das Lieblingsland der Geschwister, ist in Waldsee angekommen.

Show ohne Prinzessin

„Auswärtsveranstaltungen waren immer schön, aber für jede Hoheit ist das Highlight, die eigenen Sitzungen mitzuerleben“, erklärt Tim I.. Die Premiere sei grandios, obwohl sie mit harter Arbeit für den Prinzen verbunden war: „Sechs Stunne lang durchklatsche.“

Die Aktiven, darunter die Purzelgarde mit Cowgirls und Kühen, die Kinder-, Jugend- und Uno-Garde, Tanzmariechen Nelly Winkelmann, die Bauchtänzerinnen von Dappdrei, die Blüten und Bienchen des Männerballetts, die Hexen der Närrschen Reblais und die Marionetten von X-treme, lieferten eine Show ab. Auch wenn die Prinzessin fehlte, die normalerweise dabei wäre.

Die Aktiven der KV Uno mit Präsident Klaus Krieg und dem Prinzenpaar Emilie I. und Tim I..
Die Aktiven der KV Uno mit Präsident Klaus Krieg und dem Prinzenpaar Emilie I. und Tim I..
Ansprache von Emilie I. und Tim I..
Ansprache von Emilie I. und Tim I..
Die Purzelgarde mit ihrem Schautanz.
Die Purzelgarde mit ihrem Schautanz.
Spontan eingesprungen: Michelle Kißler und Emilie Knörr als Dubbegredle.
Spontan eingesprungen: Michelle Kißler und Emilie Knörr als Dubbegredle.
Die Dabbdrei mit ihrem Schautanz.
Die Dabbdrei mit ihrem Schautanz.
Frank Barchet als Appolonia.
Frank Barchet als Appolonia.
Das Männerballett als Bienenschwarm.
Das Männerballett als Bienenschwarm.
Stimmung mit den Waldsemer Gasserasslern.
Stimmung mit den Waldsemer Gasserasslern.
Fred Rennholz als Bauherr.
Fred Rennholz als Bauherr.
Die Uno-Garde nahm mit in die 1980er-Jahre.
Die Uno-Garde nahm mit in die 1980er-Jahre.
Tim Knörr und Simon Schneider im Feuerwehreinsatz.
Tim Knörr und Simon Schneider im Feuerwehreinsatz.
X-treme mit einem aufwändigen Marionettentanz.
X-treme mit einem aufwändigen Marionettentanz.

Foto 1 von 12

Für Tim I. bewirkt die Kampagne noch etwas: „Wir kommen mit Menschen aus dem Verein deutlich öfter in Kontakt, als vorher das ist schön.“ Fast etwas traurig ist das Prinzenpaar, als nach fünfeinhalb Stunden die Bühnenlichter ausgehen. Doch nicht nur, weil der Abschluss in der Bar gebührend gefeiert wird, sind die Geschwister versöhnlich. „Wir freuen uns darauf, das Programm noch viermal zu sehen“, sagt Emilie I. Am kommenden Wochenende geht’s weiter.

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