Rhein-Pfalz Kreis Geschäftigkeit in der Ortsmitte
Mutterstadt. Stück für Stück wird die Ortsmitte von Mutterstadt zu einem Schmuckstück. Bis zum Sommer soll das Projekt Großbaustelle abgeschlossen sein. Zuvor, vom 23. bis zum 31. März, muss die Kreuzung für Asphaltarbeiten noch einmal voll gesperrt werden. Doch die Vorfreude auf den verschönerten Ortskern ist groß und hat bereits Strahlkraft. Eine weitere Eisdiele und ein Küchenstudio werden im April ihre Tore öffnen.
Bürger, aber vor allem auch die Gewerbetreibenden innerorts können das Ende des Super-Bauprojekts im Ortskern kaum erwarten. Bisher haben alle die Unannehmlichkeiten geduldig ertragen, wie Ortsbürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) bereits betonte. Die Vorfreude überwog. Und der neue Glanz, der sich zwischen Absperrungen und Baumaterial schon erahnen lässt, trägt Früchte. Direkt im Herzen Mutterstadts verschandelte lange Zeit die leer gefegte Schlecker-Filiale das Ortsbild. Gepaart mit dem leerstehenden ehemaligen Teppich-Laden schräg gegenüber (Neustadter/Ecke Speyerer Straße) war das kein einladender Anblick für eine 13.000-Einwohner-Gemeinde. Der Teppich-Laden ist Geschichte, denn das Gebäude wurde abgerissen, wodurch die ganze Ortsmitte nun viel großzügiger wirkt. Und die ehemalige Schlecker-Filiale füllt sich. Lange musste die Immobilienbesitzerin, Ursula Wenzel, auf das passende Klientel warten. Viele Anfragen habe sie abgelehnt. Die künftigen Mieter sollten mit ihrem Geschäft ins Ortsbild passen und auch langfristig bleiben. Vor gut einem Dreivierteljahr eröffnete schließlich die Pizzeria Il Mulino, direkt nebenan wird noch mit Hochdruck gewerkelt. Noch sind nicht alle Fliesen verlegt. Doch bereits am 8. April soll hier eine Filiale des Franchise-Unternehmens „Gelateria“ auf 180 Quadratmetern Fläche eröffnen. Das Eiscafé hat nach Angaben der Gesellschafterin Senggün Schlinsog innen Platz für 60, im Außenbereich für 150 Gäste. Chef der Eisdiele soll der 34-jährige Sami Yagiz werden. Mit Mutterstadt wird es die dritte „Gelateria“-Filiale im Umkreis sein. so gibt es nach Auskunft von Schlinsog bereits Dependancen in Haßloch (Am Rathausplatz) und in der Ludwigshafener Rheingalerie. Eine weitere sei in Frankenthal geplant. Es sei die Aussicht auf die verschönerte Ortsmitte gewesen, die Mutterstadt für die Gesellschafter interessant gemacht hat und: „Wir glauben an den guten Eisgeschmack der Mutterstadter“, sagt Schlinsog und lacht. Und auch in der Neustadter Straße 14/16 wird sich eine Lücke schließen. Wo vor vielen Jahren erst der Lidl seine Filiale hatte und später die Buchhandlung Nax, standen nach deren Umzug in die Neutstadter Straße 2 die Geschäftsräume lange leer. Jetzt öffnet dort neben dem Sonnenstudio am 1. April das Küchenstudio Bernhard. Es ist Bernhard Birkenfelders erster Laden. Der 57-jährige Geschäftsführer lebt in Schauernheim und ist nach eigenen Angaben seit über 35 Jahren in der Küchen-Branche. „Bisher war ich im Direktvertrieb tätig“, erzählt er. Dabei habe er die Kunden zu Hause beraten und bei der Küchenplanung unterstützt. Nun kann er die Küchen und Geräte in seinem Laden bei der Beratung und Planung auch zeigen. Die meisten Ausstellungsküchen sind bereits aufgebaut, „nun muss noch geputzt und dekoriert werden“, sagt Bernhard Birkenfelder, doch das soll locker zu schaffen sein. Auch für ihn war die Neugestaltung des Ortes ein Kriterium, hier sein Studio zu eröffnen. „Lage und Verkehrsanbindung sind gut und es gibt Parkplätze im Hof, das ist wichtig“, sagt er. Doch bis in Sachen Verkehr wieder Normalität in Mutterstadt einkehrt, müssen sich Bürger und Kunden noch bis Juli gedulden. Ein Einschnitt wird noch einmal die Vollsperrung der Kreuzung Neustadter, Speyerer, Ludwigshafener und Oggersheimer Straße vom 23. bis 31. März sein. „Dann wird die Asphaltdeckschicht aufgetragen“, sagt Werner Klein von der Bauverwaltung. Danach werde der Bereich wieder befahrbar sein, wie es derzeit möglich ist. Das heißt: Die Ludwigshafener Straße ist ab der Einmündung Schulstraße bis zur Kreuzung befahrbar. Für die Markierungsarbeiten ein paar Tage später müssen Einzelabschnitte nur teilweise und für ein paar Stunden gesperrt werden. Außerdem weist Klein daraufhin, dass der Rathausparkplatz in der Zeit vom 27. bis zum 31. März nicht angefahren werden kann, auch nicht über die Turnhallenstraße.