Rhein-Pfalz Kreis
Gerolsheimer Gemeinderat lässt Tempo-30-Schilder aufstellen

Damit Kinder in Gerolsheim sicher die Hauptstraße (L 520) überqueren können, soll an den Bushaltestellen die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden. Der Ortsgemeinderat hat sich am Dienstagabend auf die Beschilderung geeinigt.
Konkret geht es um den Abschnitt in der Hauptstraße zwischen den Einmündungen der Garten- und der Weinbergstraße im Westen und der Stichelgasse im Osten. Tagsüber soll dort künftig zeitlich begrenzt Tempo 30 gelten. In diesem Bereich befinden sich nicht nur Bushaltestellen, sondern auch ein Fußweg, der von der Hauptstraße auf das Kindergartengelände und von dort weiter auf den Hof der Grundschule führt.
Auf der nördlichen Seite der Hauptstraße soll es zwischen der Ober- und Stichelgasse ein eingeschränktes Halteverbot geben. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hatte in einem kleinen Abschnitt sogar ein absolutes Halteverbot vorgeschlagen, das empfanden die Ratsmitglieder fraktionsübergreifend aber als eine zu große Einschränkung.
Ein Tempolimit für die gesamte Hauptstraße ist nicht möglich
Der LBM hatte die Tempobegrenzung auch für einen kleineren Teil der Hauptstraße empfohlen: zwischen den Einmündungen der Weisenheimer Straße im Westen und der Stichelgasse im Osten. Das war den Ratsmitgliedern aber zu kurz. „Wir sollten versuchen, ob wir das nicht schon ab der Gartenstraße durchbekommen“, meinte Horst Piroth (SPD).
Das Tempolimit auf die gesamte Hauptstraße auszudehnen, wie es sich alle Fraktionen wünschen, sei nicht möglich, teilte Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG) mit. Dies sei das Ergebnis einer Verkehrsschau mit Vertretern des LBM im Dezember. An zwei Tagen habe es auf der Landstraße Geschwindigkeitsmessungen gegeben. „Die Durchschnittsgeschwindigkeit 50 wird grundsätzlich eingehalten“, berichtete Weyer.
Ampel, Zebrastreifen und Schülerlotsen sind keine Optionen
Eine Fußgängerampel ist an den Bushaltestellen laut LBM nicht erforderlich. Und für einen Zebrastreifen müssten mindestens 50 Personen pro Stunde die Hauptstraße queren. Eine Alternative wären Schülerlotsen, doch dafür fehle es an Freiwilligen aus der Elternschaft, sagte Erich Weyer.
Um den Verkehr zu bremsen, sollen alternierende Parkplätze eingezeichnet werden. Dies sei wegen der Einmündungen, Grundstückszufahrten und Bushaltestellen aber gar nicht so einfach, merkte Weyer an. „Der Platz reicht gerade mal für acht Stellplätze.“ Ab wann Tempo 30 in der Hauptstraße gelten soll, konnte er in der Ratssitzung noch nicht sagen: „Wir geben unsere Beschilderungswünsche an die Verwaltung weiter. Dort müssen sie geprüft werden.“