Rhein-Pfalz Kreis
Gerolsheim: FWG schenkt SPD und CDU Sitze in Ausschüssen
Der neue Rat der Ortsgemeinde Gerolsheim hat am Dienstag seine Arbeit aufgenommen. Erich Weyer wurde erneut zum Bürgermeister ernannt. Wie erwartet wählte das Dorfparlament Klaus May und Reinhold Kuales als Beigeordnete. Damit ist die Ortsspitze wieder komplett in Hand der FWG, die bei der Kommunalwahl ihre absolute Mehrheit verteidigt hatte.
Die Wahl von Klaus May, der weiter als Erster Beigeordneter für das Dorfgemeinschaftshaus samt Außenanlage zuständig sein wird, erfolgte einstimmig. Reinhold Kuales, der das Amt eines weiteren Beigeordneten ohne Ressort von Hermann Fried übernimmt, erhielt drei Neinstimmen. Beide behalten ihre Gemeinderatsmandate. Für Erich Weyer, der in seine vierte Amtszeit als Ortsbürgermeister geht, rückte Max Ketisch in die FWG-Fraktion nach. May wünschte Weyer „eine glückliche Hand bei der Führung der Amtsgeschäfte“.
Der Bürgermeister dankte allen Rats- und Ausschussmitgliedern für ihr „ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement zum Wohle der Gemeinde“. Mit jetzt vier weiblichen Mitgliedern sei es gelungen, den Frauenanteil im Gemeinderat zu verdoppeln, sagte Weyer. „Wir hätten gerne noch mehr Frauen im Rat“, unterstrich der Ortschef. Bei der Kandidatenaufstellung der Parteien im Dorf hätten allerdings viele Frauen nicht auf die vorderen Listenplätze gewollt.
Die gute Zusammenarbeit der drei Fraktionen soll fortgesetzt werden, kündigte Weyer an. „Wir werden die Politik nicht alle fünf Jahre neu erfinden.“ Die anstehenden Projekte wie der Bau eines Radwegs nach Dirmstein, die Erschließung von Bauplätzen und das Verkehrskonzept mit Tempo-30-Zonen seien bekannt.
Hermann Fried verabschiedet sich nach 15 Jahren als Beigeordneter
Bei der Besetzung der Fachausschüsse verzichtete die FWG-Fraktion auf einen fünften Platz, der ihr nach dem Wahlergebnis rechnerisch zugestanden hätte. Im Haupt- und Finanz-, im Bau- und Umwelt-, im Landwirtschafts- und im Werksausschuss sowie im Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur hat sie nun vier Sitze. CDU und SPD kommen dadurch auf jeweils zwei Sitze statt nur einem. Welche der beiden „Oppositionsparteien“ den achten Ausschussplatz bekommen hätte, wäre ansonsten ausgelost worden, erläuterte Weyer. „Das wollten wir nicht.“ Im kleineren Rechnungsprüfungsausschuss und im Planungsverband Am Palmberg verfügen die Freien Wähler jeweils über drei Mandate, CDU und SPD kommen auf je einen Sitz.
Weyer verabschiedete die ausgeschiedenen Ratsmitglieder sowie Hermann Fried, der seit 2004 Beigeordneter war. In seiner Abschiedsrede lobte Fried die „gute politische Zusammenarbeit in Gerolsheim über Parteigrenzen hinaus“. Dem neuen Rat sagte er: „Macht weiter so!“
Aktuelle und ausgeschiedene Ratsmitglieder wurden vom Gemeinde- und Städtebund des Landes Rheinland-Pfalz für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement geehrt: Jürgen Schinkenmaier (SPD) für 35 Jahre, Erich Weyer und Gerald Binder (beide FWG) für je 30 Jahre sowie Peter Palm, Roger Daut (beide FWG) und Volker Rossel (SPD) für jeweils 20 Jahre Ratsarbeit.