Rhein-Pfalz Kreis Gemeinsame Gebete am Feldkreuz
«Fussgönheim.» Eine alte Tradition hat die katholische Pfarrei St. Jakobus Fußgönheim am Mittwoch wieder aufleben lassen: eine Bittprozession. Dabei zogen die Teilnehmer am Vorabend des Feiertags Christi Himmelfahrt zum ersten Mal seit Jahrzehnten gemeinsam in die Flur.
Mit dieser Prozession werde in besonderer Weise um den Segen für sämtliche Feldfrüchte auf den Äckern rund um die Gemeinde gebeten, erklärte Pfarrer Raimund Röther. In der heutigen Zeit, in der die Schöpfung derart bedroht sei, sei dies ein wichtiges Anliegen, erläuterte er seinen Zuhörern. Daneben verwies der Kirchenmann auf die Leistung der Landwirte, dank derer die Fußgönheimer und die Menschen in den Nachbargemeinden ihr täglich Brot und speziell im Rhein-Pfalz-Kreis gesundes Gemüse auf den Teller bekommen. Einst führte der Weg der Prozession die singenden und betenden Teilnehmer in Richtung der ehemaligen Spinatschwenke. Das Ziel war dieses Mal jedoch ein anderes und auch das eine Premiere: Die christliche Gruppe steuerte nun das 2004 von der Pfarrei errichtete Feldkreuz am Gönnheimer Weg an. Dort angekommen, segnete Pfarrer Röther die Früchte des Feldes und sprach Fürbitten zum Schutz gegen Blitz- und Hagelschlag. Die Allerheiligen-Litanei betend, zogen die Mitwirkenden, darunter Gläubige aus der Großpfarrei „Heiliger Antonius von Padua“, anschließend weiter zur Vorabendmesse in die Schlosskirche. Sicher eskortiert wurde die Bittprozession entlang der gesamten Strecke von der Freiwilligen Feuerwehr.